Unglück in Unterwasserhöhle: Taucher fanden wohl Ausgang nicht mehr, Bilder zeigen Todesfalle

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Malediven - Fünf italienische Taucher sowie ein maledivischer Offizier haben in einer Unterwasserhöhle vor den Malediven ihr Leben verloren. Das Rettungsteam von Dan Europe (Divers Alert Network) hat beklemmende Aufnahmen aus der Todesfalle veröffentlicht und nennt Details zur möglichen Ursache der Tragödie.

Aufnahmen zeigen das Rettungsteam. Im Hintergrund: Der beklemmende Eingang zum Unterwasser-Höhlensystem, in dem mehrere Menschen ihr Leben verloren.
Aufnahmen zeigen das Rettungsteam. Im Hintergrund: Der beklemmende Eingang zum Unterwasser-Höhlensystem, in dem mehrere Menschen ihr Leben verloren.  © Dan Europe/Sami Paakkarinen

Es ist "anzunehmen, dass die Taucher den Ausgang nicht wiederfinden konnten, höchstwahrscheinlich aufgrund von Orientierungslosigkeit im Höhlensystem", hieß es in einem kürzlich veröffentlichten Bericht.

Aufnahmen, die das Team der Rettunstaucher auch in den sozialen Medien veröffentlichte, zeigen den engen Eingang zum Höhlensystem im Vaavu-Atoll sowie starke Aufwirbelungen des Meeresbodens, der die Sicht versperrt.

Die Bergungsaktion war riskant: Finnische Spezialtaucher hätten sich über eine Grotte Zugang zum Höhlensystem in 60 Metern Tiefe verschafft. Ein Tunnel führte zu einer zweiten, stockfinsteren Kammer mit Sandboden. In einer weiteren Abzweigung fand man später die Leichen der vier zuletzt noch vermissten Personen.

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Nach drei Tagen konnten alle Verunglückten geborgen werden. Doch damit war der Einsatz der Tauchexperten noch nicht vorüber.

Sechs Menschen verloren in der Tiefe ihr Leben

Der sandige Boden in der Höhle hat vermutlich zu schlechten Sichtbedingungen geführt.
Der sandige Boden in der Höhle hat vermutlich zu schlechten Sichtbedingungen geführt.  © Dan Europe/Sami Paakkarinen

Am vierten Einsatztag habe das Team Ausrüstungsgegenstände und weitere Materialien gefunden und im Anschluss an Behörden übergeben. "Die Mission endet im Gedenken an die sechs Opfer dieser Tragödie", hieß es im Bericht von Dan Europe.

Bei den Opfern handelte es sich um die Ökologie-Professorin der Universität von Genua, Monica Montefalcone (†51), ihre Tochter Giorgia Sommacal (†22), Wissenschaftlerin Muriel Oddenino (†31) sowie Absolvent Federico Gualtieri (†31).

Der Tauchlehrer Gianluca Benedetti (†44) wurde bereits Tage früher im Eingangsbereich der Höhle entdeckt.

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Wie zuletzt etwa die italienische Nachrichtenagentur LaPresse berichtet, wurden die Leichen der letzten Opfer am Samstag nach Italien überführt. Für Montag sind Autopsien geplant. Die Staatsanwaltschaft in Rom ermittelt und will Hintergründe der Tragödie aufklären.

Titelfoto: Bildmontage: Dan Europe/Sami Paakkarinen

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