Achtung, Streik! Verdi ruft Freitag zu bundesweiten Protesten im Handel auf

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Von Christian Rothenberg

Berlin - Die Gewerkschaft Verdi ruft in den laufenden Tarifverhandlungen im Handel erneut zu bundesweiten Warnstreiks auf. An diesem Freitag sollen Tausende Beschäftigte ihre Arbeit niederlegen, wie Verdi mitteilte. In Dortmund, Berlin, Wiesbaden, Hannover, Oldenburg, Braunschweig und Hamburg sind demnach zentrale Streikkundgebungen geplant.

Wo genau am Freitag gestreikt wird, teilte Verdi nicht mit. (Symbolfoto)
Wo genau am Freitag gestreikt wird, teilte Verdi nicht mit. (Symbolfoto)  © Federico Gambarini/dpa

"Die Arbeitgeber spielen in dieser Tarifrunde erneut auf Zeit - daher werden wir jetzt den Druck noch einmal erhöhen", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer.

"Wer so unverantwortlich mit seinen Beschäftigten umgeht, verspielt die Zukunft der größten privatwirtschaftlichen Branche hierzulande."

Welche Handelsunternehmen bestreikt werden, teilte Verdi nicht mit.

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Die Gewerkschaft hatte kürzlich bereits mehrfach zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen, zuletzt standen unter anderem Kaufland und Ikea im Mittelpunkt.

Im Handel arbeiten laut Verdi hierzulande rund 5,2 Millionen Menschen

Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zum Warnstreik auf. Diesmal im Handel.
Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zum Warnstreik auf. Diesmal im Handel.  © Tom Weller/dpa

Die Verhandlungen für den Einzelhandel sowie den Groß- und Außenhandel begannen im April in den ersten Landesbezirken. Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Arbeitgeber haben im Einzelhandel zuletzt in mehreren Bundesländern ein überarbeitetes Angebot vorgelegt. Dies sieht von November an eine Erhöhung um 2,4 Prozent vor und von August 2027 an eine weitere um 2 Prozent - bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Die Gewerkschaft lehnte das ab.

Im Handel arbeiten laut Verdi hierzulande rund 5,2 Millionen Menschen, davon 3,4 Millionen im Einzelhandel.

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Die vorherigen Tarifverhandlungen zogen sich über mehr als ein Jahr hin. Am Ende stand für die Beschäftigten im Einzelhandel ein Einkommensplus von insgesamt etwa 14 Prozent für die Jahre 2023 bis 2025.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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