Beschäftigte im Großhandel wollen mehr Kohle: Was ver.di jetzt verlangt

Von Christian Rothenberg

Düsseldorf - Die Gewerkschaft ver.di hat ihre Tarifforderungen für die mehr als 429.000 Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel beschlossen.

Die Gewerkschaft ver.di will, dass Löhne und Gehälter von Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel um sieben Prozent steigen.  © Heiko Rebsch/dpa

Löhne und Gehälter sollen um sieben Prozent steigen, mindestens aber um 250 Euro pro Monat, wie die Gewerkschaft mitteilte. Bei den Ausbildungsvergütungen fordert ver.di eine Erhöhung um 150 Euro. Angestrebt wird eine Laufzeit von zwölf Monaten.

"Der Groß- und Außenhandel ist ein stiller Riese unserer Wirtschaft – ohne ihn würde in vielen Bereichen nichts mehr laufen", sagte ver.di-Verhandlungsführerin Henrike Eickholt.

Die Beschäftigten stünden seit Jahren unter enormem Druck. Steigende Lebenshaltungskosten träfen auf körperlich belastende Arbeit und hohe Anforderungen im Alltag. 

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Die Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite beginnen am 17. April in Düsseldorf. Die Friedenspflicht, während der keine Warnstreiks möglich sind, läuft laut ver.di noch bis Ende April. Der Großhandel ist die deutlich größere der beiden Branchen.

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Die Tarifbindung ist vergleichsweise gering. Der Gewerkschaft zufolge arbeiteten im Jahr 2024 nur 29 Prozent der Beschäftigten im Großhandel bei einem tarifgebundenen Arbeitgeber.

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