Bundesliga-Topspiel betroffen: Keine Busse zum Stadion wegen Warnstreik

Von Wolf-Dietrich von Dewitz

Düsseldorf - Wegen eines Warnstreiks im Nahverkehr sind am Samstag in Nordrhein-Westfalen erneut zahlreiche Bus- und Bahnverbindungen ausgefallen.

Auch das Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern ist vom Streik betroffen. (Archivfoto)  © Bernd Thissen/dpa

Nach Schätzungen der Gewerkschaft ver.di beteiligten sich über 7000 Beschäftigte am Streik im kommunalen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Die Streikbeteiligung sei damit ähnlich stark wie am Freitag, so eine Sprecherin.

Der Ausstand trifft auch Fußballfans, die auf der letzten Strecke zum Stadion eigentlich Busse oder U-Bahnen nehmen wollten. So spielt Borussia Dortmund am Samstagabend gegen Bayern München. "Ich bin selbst Dortmund-Fan", sagte der Branchenkoordinator von ver.di NRW, Lukas Frew.

Vermutlich würden diesmal mehr Menschen aufs Auto umsteigen. "Es wird schon mehr Verkehrschaos geben als bei einem normalen Wochenendspiel."

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Zwischen dem Dortmunder Hauptbahnhof und dem Stadion fahren allerdings S-Bahnen, die vermutlich aber sehr voll sein werden. S-Bahnen und Regionalzüge sind von dem Warnstreik nicht betroffen, sie fahren ganz normal.

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Lange Liste an Städten

In Köln stehen die Straßenbahnen am heutigen Samstag noch still.  © Oliver Berg/dpa

Sie gehören zur Deutschen Bahn und zu anderen Bahnunternehmen, deren Beschäftigte nicht nach dem derzeit verhandelten Tarifvertrag bezahlt werden. Viele Fußballfans dürften die letzten Kilometer bis ins Stadion wohl zu Fuß gehen.

"Vom Stadion bis zum Hauptbahnhof sind es so drei, dreieinhalb Kilometer, die überbrückt werden müssen", sagte Frew. Borussia Dortmund appelliert an die Fans: "Bitte kommt früh zum Stadion und wenn möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad."

Der zweitägige Ausstand von ver.di richtet sich gegen mehr als 30 kommunale Verkehrsunternehmen. Die Liste der betroffenen Städte ist lang, etwa Bonn, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Bochum, Münster und Bielefeld. Ausnahmen gibt es nur wenige, etwa Aachen und Paderborn.

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ver.di fordert eine deutliche Entlastung der Beschäftigten, die Arbeitgeber halten die Forderungen für unbezahlbar. Der Warnstreik soll in der Nacht zu Sonntag enden.

Nachtbusse, die am frühen Sonntag um kurz nach Mitternacht fahren, dürften noch ausfallen, da ihre Fahrer der Spätschicht vom Samstag zugerechnet werden.

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