Von Jan Höfling, Christine Schultz
Frankfurt am Main - Eine Einigung konnte im Rahmen der zweitägigen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe in Hessen laut Verdi zwar nicht erzielt werden, Pendler dürfen dennoch aufatmen.
Denn: Erneute Warnstreiks sind nicht geplant, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch erklärte.
Vorerst dürften einschneidende Störungen im öffentlichen Nahverkehr somit nicht anstehen.
Den Angaben von Verdi zufolge habe man bei den Verhandlungen mit dem zuständigen Kommunalen Arbeitgeberverband einen besonders großen Wert auf die Entgeltordnung gelegt. Die Arbeitgeberseite hätte Zeit eingefordert, um zunächst zu beraten.
Im Anschluss daran soll es zu einem weiteren Verhandlungstermin kommen, der allerdings erst noch zeitlich festgezurrt werden muss.
Arbeitsbedingungen in Hessen im Verdi-Fokus
Am Montag hatte die Gewerkschaft in Hessen mehrere Tausend Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr zu einem ganztägigen Warnstreik ab der Frühschicht aufgerufen. Die Folgen waren für alle, die auf die Verkehrsmittel angewiesen sind, spürbar.
Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi parallel in allen Bundesländern geführt. In Hessen geht es nicht um die Gehälter, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag. Bereits am Dienstag waren Arbeitgeber und Gewerkschaft zur dritten Verhandlungsrunde in Hessen zusammengetroffen, die jedoch kein Ergebnis brachte.