Von Christine Schultze
Frankfurt/Main/Wiesbaden/Kassel - Der Start in die Woche kann für viele Menschen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, anstrengend werden. In mehreren hessischen Städten ist am Morgen ein Warnstreik angelaufen.
Betroffen seien vor allem Frankfurt, Kassel und Wiesbaden, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Jochen Koppel, der für Busse und Bahnen zuständig ist. In Frankfurt blieben mit Beginn der Frühschicht Straßenbahnen sowie U-Bahnen in den Depots.
In Wiesbaden fuhren keine Busse, und auch in Kassel kam es zum Stillstand auf den Tram- und Buslinien im Stadtgebiet. Auch mehrere Buslinien und Tram-Strecken ins Kasseler Umland würden nicht demnach bedient, hieß es auf der Homepage des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV).
In Gießen und Marburg sei es ebenfalls bereits zu Fahrtausfällen auf einigen Linien gekommen, sagte Koppel. Weil in beiden mittelhessischen Städten unterschiedliche Tarifverträge für das Fahrpersonal gelten, dürfte das Ausmaß aber geringer ausfallen.
Verdi hatte hessenweit mehrere tausend Beschäftigte von kommunalen Verkehrsbetrieben zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Mit dem Ausstand soll den Forderungen zum Tarifvertrag Nahverkehr Nachdruck verliehen (TV-N) werden.
Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi parallel in allen Bundesländern geführt. Es geht in Hessen diesmal nicht um die Gehälter der Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag. Am Donnerstag hatte die zweite Verhandlungsrunde in Hessen zwar ein Angebot der Arbeitgeber, allerdings kein Ergebnis gebracht.