Keine Filme am Wochenende? Cinestar-Mitarbeiter streiken in mehreren Bundesländern
Von Birgit Zimmermann
Leipzig - In den Cinestar-Kinos in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat die Gewerkschaft Verdi am Wochenende zu Warnstreiks aufgerufen.
Betroffen seien die Häuser in Leipzig, Chemnitz, Erfurt und Magdeburg, teilte Verdi mit. Damit soll Druck auf die bundesweit laufenden Tarifverhandlungen bei der Kinokette gemacht werden.
In bisher drei Verhandlungsrunden hätten die Arbeitgeber kein ausreichendes Angebot vorgelegt, erklärte der Verdi-Sekretär Lucas Munzke. Am Dienstag (14. April) solle erneut verhandelt werden.
Die Gewerkschaft fordert eine deutliche Anhebung der Gehälter: In der Einstiegsstufe sollen demnach künftig 16 Euro pro Stunde gezahlt werden, 3 Euro mehr als bisher. Für länger Beschäftigte verlangt Verdi Anhebungen um 3,50 Euro beziehungsweise 4,50 Euro. Auch die Jahressonderleistung solle steigen.
Die Cinestar-Geschäftsführung hatte diese Forderungen als wirtschaftlich nicht machbar eingestuft. Das geforderte Plus in der Einstiegsstufe entspreche einer Lohnsteigerung um mehr als 20 Prozent.
Zuletzt sei ein Angebot vorgelegt worden, das einen Zuwachs von mehr als 10 Prozent im Einstiegsbereich vorsehe.
Cinestar betreibt nach eigenen Abgaben in Deutschland 44 Kinos in verschiedenen Gesellschaften. Dazu gehören große Multiplex-Kinos, aber auch kleinere Filmtheater.
Titelfoto: Christian Grube
