Lufthansa-Flugbegleiter streiken: Auch München betroffen
München - Heute kommt es bei der Lufthansa zu massiven Einschränkungen im Flugverkehr: Das Kabinenpersonal ist zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Wie die Gewerkschaft Ufo mitteilte, sollen von 0 bis 22 Uhr sämtliche Lufthansa-Abflüge an den Standorten Frankfurt und München bestreikt werden. Auch am Flughafen Nürnberg sind die Auswirkungen spürbar.
Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr kommt es für Lufthansa-Passagiere zu streikbedingten Ausfällen und erheblichen Verspätungen.
Seit Mitternacht beteiligen sich rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa sowie der Tochtergesellschaft Lufthansa Cityline an dem Arbeitskampf. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Ufo bestätigte dies in der Nacht.
Zwischen 00:01 Uhr und 22 Uhr sind Hunderte Abflüge der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie der Regionaltochter Lufthansa Cityline betroffen. Besonders an den Drehkreuzen Frankfurt und München, aber auch an weiteren deutschen Flughäfen, kommt es zu massiven Einschränkungen.
Am bayerischen Luftfahrt-Drehkreuz mussten bereits zahlreiche Abflüge und Ankünfte infolge des Arbeitsausstands ersatzlos gestrichen werden. Tausende Reisende sind von den umfangreichen Beeinträchtigungen betroffen und müssen sich auf lange Wartezeiten in den Terminals einstellen.
Wann Gespräche stattfinden, bleibt offen
Die Flughafengesellschaft appelliert daher dringend an Passagiere, sich vor der Anreise bei ihrer Airline über den aktuellen Flugstatus zu informieren. Viele Fluggesellschaften ermöglichen den betroffenen Kunden inzwischen kostenlose Umbuchungen auf alternative Verbindungen oder die Nutzung der Bahn.
Wann die Tarifparteien wieder in Gespräche eintreten, ist derzeit noch offen. Die Gewerkschaft schließt weitere Arbeitskampfmaßnahmen in den kommenden Tagen nicht aus, sollte kein neues Angebot vorgelegt werden. Bis zum offiziellen Ende des Streiks bleibt die Situation für Reisende in München entsprechend angespannt.
Titelfoto: NEWS5 / Eric Deyerler
