Kitas und Grundschulen erneut betroffen: Wieder Streiks in NRW

Von Volker Danisch

Düsseldorf - Neue regionale Warnstreiks in Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) wie Kitas und der Nachmittagsbetreuung an Grundschulen kündigt die Gewerkschaft ver.di für die kommende Woche an. Es könne in Kitas zu Gruppenzusammenlegungen und Schließungen kommen.

AWO-Beschäftigte in Kitas sowie in Ganztags- und Betreuungsangeboten an Grundschulen werden erneut zum Streik aufgerufen.
AWO-Beschäftigte in Kitas sowie in Ganztags- und Betreuungsangeboten an Grundschulen werden erneut zum Streik aufgerufen.  © Caroline Seidel/dpa

Am Dienstag gibt es Warnstreik-Aufrufe an AWO-Beschäftigte in Kitas sowie in Ganztags- und Betreuungsangeboten an Grundschulen der Offenen Ganztagsschule (OGS) im Ennepe-Ruhr-Kreis, in Hagen, in der Region Siegen und in Dortmund.

Einen Tag später sind ganztägige Warnstreiks in Kitas und OGS der AWO in Essen geplant.

Donnerstags gibt es dann Warnstreik-Aufrufe für Kitas im Rhein-Sieg-Kreis, in Bonn, im Rhein-Erft-Kreis und im Kreis Euskirchen. Vereinzelt seien in Köln Kita-Schließungen möglich.

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Daher empfiehlt das Familienministerium Eltern, Mitteilungen aufmerksam zu verfolgen, ob das Kita-Angebot des Kindes von angekündigten Streiks betroffen ist.

Träger informierten auch über das Angebot von Notgruppen, um die Betreuung für Kinder, deren Eltern zwingend darauf angewiesen sind, sicherzustellen. Hierzu sollten Familien dann möglichst rasch Kontakt mit der Kindertageseinrichtung aufnehmen oder sich an das Jugendamt für alternative Betreuungsmöglichkeiten wenden.

Was rät das Schulministerium zur OGS?

ver.di fordert, dass alle Beschäftigten 500 Euro brutto mehr bekommen.
ver.di fordert, dass alle Beschäftigten 500 Euro brutto mehr bekommen.  © Stefan Puchner/dpa

Eltern werden gebeten, die aktuellen Informationen der jeweiligen OGS zu beachten. "Für die Beschäftigten der Träger der außerunterrichtlichen Angebote, etwa in der OGS, sind die jeweiligen Träger vor Ort verantwortlich", heißt es aus dem Ministerium.

In den Betreuungsverträgen fänden sich häufig Regelungen zu unvorhergesehenen Ausfällen, wie etwa Notbetreuungen.

ver.di fordert 500 Euro brutto mehr monatlich für alle Beschäftigten sowie 300 Euro brutto mehr für Auszubildende. Außerdem erwartet die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage für ver.di-Mitglieder in der AWO NRW. Als völlig überzogen kritisierten die Arbeitgeber die Forderungen.

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Im Durchschnitt entsprächen die Wünsche einer Lohnsteigerung von rund 13 Prozent. Die Arbeitgeber stellten für die nächste Verhandlungsrunde am 4. März ein Angebot in Aussicht. In Trägerschaft der AWO befinden sich in NRW aktuell 519 OGS und 840 Kitas.

Titelfoto: Caroline Seidel/dpa

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