Von Mia Bucher
Berlin - An den Vivantes Kliniken sind Beschäftigte seit dem frühen Donnerstagmorgen zum wiederholten Mal in den Warnstreik getreten.
"Der Streik ist angelaufen", sagte Max Manzey von ver.di der Deutschen Presse-Agentur. Die Aktion soll nach Angaben der Gewerkschaft zwei Tage dauern.
"Wir sehen keine Auswirkungen auf die Notfallversorgung", sagte Vivantes-Sprecher Christoph Lang. "Es kann sein, dass in den Folgetagen geplante Operationen verschoben werden müssen, aber das ist momentan noch nicht absehbar."
Betroffene würden dann benachrichtigt. Beim zurückliegenden Warnstreik seien die Bistros geschlossen geblieben. Möglicherweise könne das erneut eintreten. Patienten bekämen aber in jedem Fall ihr Essen.
Zum Warnstreik aufgerufen sind Angestellte aus Gastronomie, Logistik, Reinigung und anderen Bereichen der Vivantes-Tochterunternehmen. Ärzte und Pflegefachkräfte zählen nicht dazu.
Ver.di fordert Tarifvertrag für Vivantes-Beschäftigte
Im Rahmen des Warnstreiks findet am Donnerstag ab 8 Uhr eine Kundgebung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus mit anschließendem Demonstrationszug zum Verhandlungsort statt.
Die Beschäftigten hatten bereits Ende Februar gestreikt. Damals beteiligten sich rund 300 bis 400 Mitarbeiter, sagte Manzey. Es sehe so aus, also seien es dieses Mal mehr, sagte er.
Bei den Vivantes-Tochterunternehmen arbeiten rund 2200 Beschäftigte. Ver.di fordert für sie einen Tarifvertrag.
Dabei sollen die Regelungen des Tarifvertrags für Beschäftigte des öffentlichen Diensts in Krankenhäusern (TVÖD-K) eins zu eins auf die Vivantes-Beschäftigten übertragen werden. Die Tarifverhandlungen gehen am Donnerstag in die nächste Runde.