Neue Streiks in Kitas und Nachmittagsbetreuung der Awo: Was Eltern machen können

Von Volker Danisch

NRW - Die Warnstreiks bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Kindertagesstätten und der Nachmittagsbetreuung an Grundschulen erreichen weitere Regionen von Nordrhein-Westfalen. Das kann nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi insbesondere bei den Kitas Auswirkungen haben.

Verdi geht davon aus, dass von den über 70 Awo-Kitas mehr als die Hälfte geschlossen sind. (Archivbild)  © Caroline Seidel/dpa

Warnstreiks soll es am Freitag im Ruhrgebiet und im Münsterland geben, betroffen sind Awo-Einrichtungen in Münster, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum und Bottrop.

Es geht um Kitas, Ganztags- und Betreuungsangebote an Grundschulen in der OGS sowie um Behindertenhilfe und Beratungsstellen.

Verdi geht davon aus, dass von den über 70 Awo-Kitas in diesen Regionen mehr als die Hälfte geschlossen sind. Zudem gebe es über 100 Offene Ganztagsschulen (OGS) der Awo. Zu möglichen Auswirkungen der Warnstreiks lagen zunächst keine Angaben vor.

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Eltern sollten Mitteilungen aufmerksam verfolgen, ob das Kita-Angebot des Kindes von angekündigten Streiks betroffen ist. Träger informierten auch über das Angebot von Notgruppen, um die Betreuung für Kinder, deren Eltern zwingend darauf angewiesen sind, sicherzustellen.

Hierzu sollten Familien dann möglichst rasch Kontakt mit der Kindertageseinrichtung aufnehmen oder sich an das Jugendamt für alternative Betreuungsmöglichkeiten wenden.

Eltern von Schulkindern werden gebeten, die aktuellen Informationen der jeweiligen OGS zu beachten. "Für die Beschäftigten der Träger der außerunterrichtlichen Angebote, etwa in der OGS, sind die jeweiligen Träger vor Ort verantwortlich", heißt es aus dem Schulministerium. In den Betreuungsverträgen fänden sich häufig Regelungen zu unvorhergesehenen Ausfällen, wie etwa Notbetreuungen.

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