Streik-Alarm in München: Verdi legt Nahverkehr lahm

München - Fahrgäste in München und Bayern müssen sich auf Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Busse sowie Straßen- und U-Bahnen könnten bald stillstehen, da Verdi Warnstreiks im Streit um den Tarifvertrag der Länder plant.

Verdi plant Streik in München. (Archivfoto)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Ein Sprecher der Stadtwerke München, zu denen auch die MVG zählt, kündigte ein Notangebot an.

Demnach sollen die U-Bahn-Linien U3 und U6 im Zehn-Minuten-Takt fahren. Auch die Tramlinien 20 und 25 gelten als besonders wichtig und sollen alle 20 Minuten unterwegs sein. Insgesamt sei jedoch mit starken Einschränkungen im U-Bahn-Verkehr zu rechnen.

Bei den Bussen dürften die Streik-Auswirkungen am geringsten ausfallen, da die MVG hier mit zahlreichen Partnerunternehmen zusammenarbeitet.

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Verdi nannte bislang keinen konkreten Zeitpunkt für mögliche Einschränkungen. Man informiere darüber aber "rechtzeitig, um die Gesellschaft bestmöglich vorzubereiten".

Die Tarifgespräche werden vom 11. bis 13. Februar 2026 fortgesetzt. Verdi verlangt eine Lohnerhöhung um 668,75 Euro, außerdem soll die Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 35 Stunden sinken. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll künftig bei 30 Prozent liegen.

Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern hält diese Forderungen für nicht realistisch.

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Auch das Gesundheitswesen streikte

Vor Kliniken fanden sich die Demonstranten aus dem Bereich Gesundheitswesen zusammen.  © Jens Büttner/dpa

Zunächst hatten bundesweite Warnstreiks das Gesundheitswesen getroffen.

Bis einschließlich Mittwoch, 28. Januar 2026, legten Beschäftigte an allen sechs bayerischen Universitätskliniken die Arbeit nieder.

In München waren das LMU- und das TUM-Klinikum am Dienstag (27. Januar) und Mittwoch (28. Januar) betroffen, ebenso die Standorte Augsburg, Erlangen, Regensburg und Würzburg.

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Hintergrund war der Vorwurf, dass Mitarbeiter der Universitätskliniken schlechter bezahlt würden als Beschäftigte kommunaler Krankenhäuser. Die Gewerkschaft forderte sieben Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 300 Euro, für rund 860.000 Beschäftigte.

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