Streiktag in Leipzig: In diesen Branchen fehlen am Dienstag zahlreiche Mitarbeiter

Leipzig - Zahlreiche Pflegekräfte, Hochschul- und Universitäts- und Verwaltungsmitarbeiter streiken am Dienstag in Leipzig. Sie wollen Druck auf die Arbeitgeberseite machen.

Die Gewerkschaft ver.di ruft zu dem Streiktag und der Vollversammlung auf. (Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

Die Gewerkschaft ver.di spricht von "einem großen Streiktag" und fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro monatlich. Für Auszubildende werden mindestens 200 Euro mehr monatlich und eine unbefristete Übernahme gefordert. Auch studentische Beschäftigte sollen tariflich abgesichert werden.

Die Forderungen blieben laut der Gewerkschaft bisher unbeantwortet und es gab kein Angebot der Arbeitgeber.

Deswegen soll gestreikt werden. Konkret daran beteiligt sind Mitarbeitende der Universität Leipzig, des Universitätsklinikums Leipzig, der HTWK Leipzig, der Landesdirektion Sachsen, des Studentenwerks Leipzig und studentische Beschäftigte von Universität und HTWK.

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"Es geht nicht um Luxus, sondern darum, den Lebensstandard halten zu können", erklärt Thomas Netzer, Beschäftigter bei der Landesdirektion Sachsen in Leipzig.

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ver.di fordert unter anderem eine Anpassung an die Inflation

Mitarbeitende aus der Pflege beteiligen sich an dem Streik. (Symbolbild)  © Christian Knieps/dpa

Am Dienstag findet ab 9 Uhr eine Auftaktkundgebung vor dem Ring-Café in der Innenstadt statt. Ab 10.30 Uhr folgt dann eine gewerkschaftliche Vollversammlung.

ver.di verweist bei den Forderungen vor allem auf die hohe Inflation der vergangenen Jahre. Beim Studentenwerk Leipzig würden viele Beschäftigte nur zehn bis zwanzig Cent über dem Mindestlohn arbeiten. "Es geht um einen fairen Inflationsausgleich und um Respekt für die Arbeit der Beschäftigten", erklärt ver.di Bezirksgeschäftsführer Sebastian Viecenz.

Auch im Gesundheitsbereich sei der Druck durch hohe Belastung und Personalmangel enorm. Johanna, Pflegekraft am Universitätsklinikum Leipzig, verweist auf den Pflegenotstand.

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"Wenn der Pflegeberuf wieder attraktiver werden soll, muss an vielen Stellschrauben gleichzeitig gedreht werden. Eine davon ist zentral: eine spürbare Entgelterhöhung", fordert sie.

Der Streiktag am Dienstag soll ein erstes Signal senden. Die Gewerkschaft kündigt aber auch schon an: "Wenn die Arbeitgeber weiter blockieren, werden wir den Druck deutlich erhöhen."

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