Streikwelle im Nahverkehr geht weiter: Auswirkungen heute nur in Köln

Von Volker Danisch

Köln - In zahlreichen Werkstätten der kommunalen Nahverkehrsbetriebe hat die Gewerkschaft Verdi für heute zu Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen beträfen vor allem die Fahrzeug- und Instandhaltungsteams, teilte eine Sprecherin von Verdi NRW im Vorfeld mit. 

In Köln fahren am Mittwoch keine Stadtbahnen. Der Busverkehr soll jedoch rollen. (Archivbild)  © Henning Kaiser/dpa

Nach dem großflächigen Ausfall von Bussen und Bahnen in vielen Städten Nordrhein-Westfalens am Dienstag ist heute nicht mehr mit so gravierenden Einschränkungen zu rechnen. Nur in Köln gibt es größere Auswirkungen.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) teilten mit, dass keine Stadtbahnen fahren. Fahrzeuge, die liegen blieben, könnten nicht repariert oder abgeschleppt werden, erklärten die KVB.

Die Busse fahren, da defekte Fahrzeuge umfahren oder von externen Unternehmen abgeschleppt werden könnten. Verdi NRW erklärte dazu, dass Notdienstvereinbarungen möglich seien, damit Bergungsfahrzeuge am Mittwoch im Fall der Fälle fahren könnten. 

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Verdi bestreikt in dieser Woche zunächst Teilbereiche der Nahverkehrsbetriebe. Am Donnerstag (19. März) sind alle Betriebsteile zum Warnstreik aufgerufen.

Deshalb bleiben am Donnerstag Bahnen und Busse wieder vielerorts im Depot. Ausnahme sind die dabei Stadtwerke Münster, die nicht bestreikt werden. 

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Welche Alternativen gibt es zu Bus und Stadtbahnen?

Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen.  © Bernd Wüstneck/dpa

Erfahrungsgemäß fahren einige Busse privater Subunternehmer. Außerdem sind S-Bahnen und Regionalzüge nicht von dem Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr von NRW betroffen und können etwa innerhalb der Großstädte genutzt werden, um ein großes Stück voranzukommen.

Der ADAC rät in solchen Fällen zu Fahrgemeinschaften und für kurze Strecken zum eigenen Fahrrad oder zu Sharing-Angeboten, etwa Leihräder oder Elektroscooter. 

Der Tarifkonflikt dreht sich um die Arbeitsbedingungen der etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW.

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Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll zudem von zehn auf elf Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen. 

Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert.

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