Verdi beschließt neue Warnstreiks! Eklat sorgt für Kurswechsel

Von Christine Schultze

Frankfurt am Main - So schnell kann es gehen! Im Tarifkonflikt der kommunalen Verkehrsbetriebe hat die Gewerkschaft Verdi neue Warnstreiks beschlossen. Pendler brauchen als einmal mehr gute Nerven und deutlich mehr Geduld.

Verdi ruft erneut zum Streik in Hessen auf. (Symbolbild)  © Jörg Halisch/dpa

Den Warnstreik kündigte eine Verdi-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag an.

Zu den Arbeitsniederlegungen solle es ab der kommenden Woche kommen. Wo und wann genau, werde "aus strategischen Gründen" erst später mitgeteilt, hieß es. Man werde allerdings so rechtzeitig über die Warnstreiks informieren, dass die Fahrgäste sich darauf einstellen könnten.

Zuvor sei es zum Schluss der laufenden dritten Verhandlungsrunde am Mittwoch zu einem "Eklat" gekommen, sagte die Sprecherin. Die Arbeitgeber hätten Forderungen auf den Tisch gelegt, die zuvor so gar nicht zur Diskussion gestanden hätten, darunter die Streichung einer Aufstockung des Krankengeldes für länger erkrankte Arbeitnehmer.

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Am Vorabend hatte die Verdi-Sprecherin zunächst mitgeteilt, dass es trotz ergebnisloser Gespräche vorerst keine weiteren Warnstreiks geben solle. Der nun eingetretene Eklat habe sich allerdings danach ereignet, sagte die Sprecherin weiter.

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Pendler brauchen somit einmal mehr gute Nerven und viel Geduld.  © Andreas Arnold/dpa

Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag im Verdi-Fokus

Erst zum Start in die Woche hatte die Gewerkschaft hessenweit mehrere tausend Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr zu einem ganztägigen Warnstreik ab der Frühschicht aufgerufen. Mit dem Ausstand sollte den Forderungen zum Tarifvertrag Nahverkehr Nachdruck verliehen werden. Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi parallel in allen Bundesländern geführt.

Es geht nicht um die Gehälter der Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag.

Bereits am Dienstag waren Arbeitgeber und Gewerkschaft zur inzwischen dritten Verhandlungsrunde in Hessen zusammengetroffen, die eineinhalb Tage dauerte. Das ausgebliebene Ergebnis und er Verlauf haben nun Folgen.

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