Verdi kündigt Warnstreik im Großhandel an: Edeka, Rewe und Metro betroffen
Von Marc-Oliver von Riegen
Berlin - Für mehr als 50.000 Beschäftigte im Groß- und Außenhandel in Berlin und Brandenburg haben die Tarifverhandlungen begonnen. Die Gewerkschaft Verdi äußert sich unzufrieden und kündigte einen Streik an.
Daran beteiligten sich Beschäftigte aus dem Lebensmittel- und Pharmahandel, teilte Verdi mit. Dazu gehörten die Edeka-Lagerstandorte, das Rewe-Lager Oranienburg, das Penny-Lager Großbeeren, alle Metro-Märkte und mehrere Pharmahändler.
Verdi wolle damit auf den Verlauf der ersten Verhandlung reagieren, in der die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt hätten.
Die Gewerkschaft verlangt für die mehr als 53.000 Beschäftigten im Berliner und Brandenburger Groß- und Außenhandel eine Steigerung der Löhne und Gehälter um 220 Euro im Monat, eine Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten und einen Anstieg der Ausbildungsvergütungen um 200 Euro.
In Berlin sind rund 33.000 Menschen im Großhandel beschäftigt, in Brandenburg etwa 20.000. "Die Beschäftigten stehen vor der Perspektive niedriger Renten", sagte Verhandlungsführerin Franziska Foullong.
Die Beschäftigten litten zudem unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten. Die Kommissionierer und Kraftfahrer für Gastronomie, Kitas und Seniorenheime verdienten rund 2900 Euro brutto im Monat.
Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa
