Verdi verkündet Deal: Mehr Geld für Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Von Vanessa Reiber

Potsdam - Gewerkschaften und Arbeitgeber haben im Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst der Länder eine Einigung erzielt.

Verdi-Chef Frank Werneke (58, l.) und Vorstandsmitglied Sylvia Bühler (65) beantworten in Potsdam Fragen von Gewerkschaftsmitgliedern – im Kongresshotel laufen die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder.
Verdi-Chef Frank Werneke (58, l.) und Vorstandsmitglied Sylvia Bühler (65) beantworten in Potsdam Fragen von Gewerkschaftsmitgliedern – im Kongresshotel laufen die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder.  © Michael Bahlo/dpa

Nach Gesprächen in der Nacht kamen die Verhandlungsgruppen ab 9 Uhr wieder zusammen, sagte ein Verdi-Sprecher.

Für die rund 925.000 Tarifbeschäftigten der Länder gibt es ein Gehaltsplus von insgesamt 5,8 Prozent in drei Schritten.

Auf diesen Tarifabschluss einigten sich die Gewerkschaften Verdi und der Beamtenbund dbb mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL).

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Der neue Vertrag gilt 27 Monate bis zum 31. Januar 2028 und beendet vorerst Warnstreiks oder die Gefahr eines unbefristeten Arbeitskampfes. Die Erhöhung soll mindestens 100 Euro pro Monat bringen, Nachwuchskräfte erhalten 150 Euro mehr.

Arbeitsbedingungen in Ostdeutschland, unter anderem in Unikliniken in Rostock, Greifswald und Jena, werden an die westdeutschen Regelungen angepasst, etwa bei Kündigungsschutz und Arbeitszeitverkürzung.

Tarifabschluss nach harten Verhandlungen: "So schwierig wie lange nicht“

Demonstranten protestieren am Verhandlungsort in Potsdam mit Plakaten, darunter "Löhne rauf, sonst zahl ich drauf."
Demonstranten protestieren am Verhandlungsort in Potsdam mit Plakaten, darunter "Löhne rauf, sonst zahl ich drauf."  © Soeren Stache/dpa

Verdi-Verhandlungsführer Frank Werneke bezeichnete die Gespräche als "so schwierig wie lange nicht." Am Ende sei das Niveau erreicht worden, das bereits im vergangenen Jahr für Beschäftigte von Bund und Kommunen vereinbart wurde.

Betroffen sind neben Tarifbeschäftigten auch mehr als 1,3 Millionen Beamte und Pensionäre, insgesamt also rund 2,2 Millionen Menschen – von Erziehern und Lehrkräften über IT-Fachkräfte bis hin zu Gefängnispersonal und Tierpflegern.

Die Verhandlungen hatten Anfang Dezember begonnen und zogen sich zuletzt bis in die Nacht zum Samstag.

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Ursprünglich forderten die Gewerkschaften sieben Prozent mehr Gehalt und ein umfangreicheres Paket für Schichtkräfte, Auszubildende und studentische Beschäftigte.

Erstmeldung: 14. Februar, 9.48 Uhr, Update: 14. Februar, 10.13 Uhr

Titelfoto: Michael Bahlo/dpa

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