Warnstreiks beendet, Nahverkehr rollt wieder: Ende des Tarifkonflikts aber nicht in Sicht

Von Fabian Nitschmann

Berlin - Nach den zweitägigen Warnstreiks im Nahverkehr rollen in den meisten Regionen seit Sonntagmorgen die Busse, U-Bahnen und Trams wieder.

Nach zwei Tagen Warnstreik in zahlreichen Regionen in Deutschland sind Busse, Trams und U-Bahnen wieder unterwegs.  © Marcus Brandt/dpa

In Berlin lief der Linienverkehr gegen 3 Uhr wieder an, wie die Berliner Verkehrsbetriebe mitteilten. In Hamburg habe es nach Ende des Streiks etwa zwei Stunden gedauert, bis der Betrieb wieder reibungslos gelaufen sei, sagte eine Hochbahn-Sprecherin.

Entspannung signalisierten beispielsweise auch die Erfurter Verkehrsbetriebe: "Ganz normaler Betriebsbeginn, alles rollt wieder."

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte zu dem Ausstand aufgerufen. Der Warnstreik begann in den meisten Regionen am Freitag in den frühen Morgenstunden und endete in der Nacht zum Sonntag.

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Vielerorts war es der zweite Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Bereits Anfang Februar stand der Nahverkehr für 24 Stunden nahezu bundesweit still.

Vom Warnstreik ausgenommen waren in den vergangenen Tagen Niedersachsen und Baden-Württemberg. In Niedersachsen gilt noch bis Ende März eine Friedenspflicht, in Baden-Württemberg könnten Beschäftigte in der bevorstehenden Woche in Warnstreiks gehen.

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte zu dem Ausstand aufgerufen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Ende des Tarifkonflikts nicht in Sicht - weitere Warnstreiks möglich

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern überwiegend mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Ein Ende des Tarifkonflikts ist derzeit noch nicht in Sicht - Warnstreiks bleiben damit weiterhin möglich.

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