Weiter am Wochenende: Warnstreiks dauern in einigen bayerischen Städten an

Von Daniel Wieland

Nürnberg - In mehreren bayerischen Städten steht der Nahverkehr auch am Samstag ganz oder teilweise still. In Kommunen wie Nürnberg, Schwabach, Passau und Bayreuth gehen die Warnstreiks in den vierten Tag.

In einigen bayerischen Städten steht der Nahverkehr auch am Samstag still. Grund dafür sind Gewerkschaftsstreiks.  © Stefan Puchner/dpa

In anderen Städten wie Dachau und Augsburg lief der von der Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt ausgerufene Streik in der Nacht aus.

S- und Regionalbahnen fahren weiterhin, da sie andere Betreiber haben. 

In Nürnberg müssen sich die Fahrgäste auch heute noch auf weitere deutlich spürbare Auswirkungen einstellen.

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Für das Fußballspiel des 1. FC Nürnberg raten die Stadtwerke dazu, die S-Bahnen zu nutzen.

In der Nachbarstadt Schwabach geht der Warnstreik bis voraussichtlich Sonntag.

Ein Notbetrieb ist zwar vorgesehen, Betroffene sollten sich jedoch vor dem Fahrtantritt in der App oder auf der Website der VAG informieren.

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Letzter Streiktag in Passau

Bundesweit gingen zuletzt Arbeitnehmer auf die Straße – darunter auch in Bayern. Am Wochenende geht es an vielen Orten weiter,  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

In Bayreuth fährt ab dem Sonntagmittag ab 14.40 Uhr wieder alles normal. Durch Partnerunternehmen sei während der Streiks ein Grundangebot auf vielen Buslinien vorhanden, wie die Stadtwerke mitteilten. Regionalbusse seien nicht betroffen.

In Passau steht am Samstag der letzte Tag des Streiks an, es muss mit Einschränkungen im Busverkehr gerechnet werden.

Hintergrund des Warnstreiks ist der laufende Tarifkonflikt. Am Montag (23. März) steht der nächste Verhandlungstermin mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband an. Bei den bisherigen drei Gesprächen gab es keine Einigung.

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Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa 9000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen eine Lohnerhöhung um fast 670 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit.

Die Kommunen weisen das als unbezahlbar zurück. Ihren Berechnungen zufolge würde eine Erfüllung der Verdi-Forderungen die Personalkosten im kommunalen Nahverkehr um 25 Prozent in die Höhe treiben.

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