Victoria (Australien) - Was nur wenige Minuten Adrenalin anrichten können, beweist ein tragischer Vorfall im Südwesten von Victoria (Australien). Während eines nächtlichen Trips brach jemand in das abgesperrte "Tower Hill Wildtier-Reservat" ein und drehte dort mit hoher Geschwindigkeit einige riskante Runden - dabei kam ein Känguru ums Leben.
Vor wenigen Tagen durchkämmten freiwillige Tierschützer das ruhige Gebiet nach Auffälligkeiten. Im Zuge ihres routinierten Rundganges stießen die Helfer dann auf eine traurige Entdeckung.
Am Rande eines Gehwegs lag ein verendetes Tier. Sofort eilten die Tierschützer dem Känguru zu Hilfe - jedoch ohne Erfolg. Die Helfer konnten bei dem Säugetier nur noch den Tod feststellen. Kurz darauf suchten sie den Beutel des Kängurus nach möglichem Nachwuchs ab. "Zum Glück war er leer", schrieb das Team des Wildtier-Reservats auf Instagram.
Die Todesursache der Fellnase erschloss sich bereits nach wenigen Minuten. Die Tierschützer erblickten nur wenige Meter neben dem Leichnam des Kängurus Reifenspuren auf der Straße.
Doch wie kam der Fahrer samt seines Autos auf den doch sonst abgesperrten Bereich? Ein aufgebrochenes Schloss und eine verbogene Eisenstange lösten schließlich das Rätsel.
"Niemand sollte im 'Tower Hill Wildlife Reserve' jemals so schnell fahren, dass er ein Tier erfasst und dabei solche Schäden verursacht, wie sie diesem armen Känguru zugefügt wurden", betonten die Tierschützer unter dem Beitrag.
Das Wildtier-Reservat setzt nun auf mehr Schutz für die Lebewesen
Die Organisation setze sich nun dafür ein, das große Gehege stärker zu schützen. So sollen weitere Tore angebracht und Zufahrten ausreichend gesperrt werden, um die Sicherheit der Tiere vor allem in der Nacht gewährleisten zu können.
"Zeitschaltuhr oder ferngesteuerte" Pforten sollen den Weg ins Reservat für unbefugte Personen erschweren. "Eine einfache Idee, die in anderen Parks umgesetzt wird", fügte das Team hinzu. So könne sich niemand mehr in der Nacht im Park "amüsieren".
Doch nicht nur für die Lebewesen wäre dieses Vorgehen ein Gewinn. "Eine solche Maßnahme würde Reparaturkosten einsparen, zum besseren Schutz der Tierwelt beitragen und zusätzlich zeigen, dass für dieses einzigartige Naturschutzgebiet vor unserer Haustür noch immer eine gewisse Fürsorge besteht", fuhren die Verantwortlichen fort.
Unter dem Instagram-Beitrag ließen einige Nutzer ihrem Frust freien Lauf. "Es ist wirklich traurig, dass diese Leute vor nichts Respekt haben, vor allem nicht vor einem anderen Leben", kommentierte ein User unter den Bildern.