Behörde rettet Dutzende eingesperrte Tiere aus extrem vermüllten Haus
Mariposa County (Kalifornien/USA) - Diese Fellnasen müssen wohl einiges durchgemacht haben: Im US-Bundesstaat Kalifornien befreiten Beamte eines Sheriffbüros Dutzende Vierbeiner aus einem verwahrlosten Haus - darunter 36 Hunde und eine Katze. Für die Retter war es einer der "schlimmsten Fälle".
Bereits im September 2025 erreichte die Tierkontrollbehörde in Mariposa County eine erschreckende Botschaft. Ein "besorgter Bürger", der nicht weit von den Fellnasen hauste, kontaktierte damals die zuständigen Behörden und berichtete von "vielen, vielen Hunden".
Doch nicht nur die enorme Anzahl an Vierbeinern weckte bei den Beamten ein ungutes Gefühl. Zusätzlich erklärte der Nachbar, dass die Tiere in dem Haus "eingesperrt" seien.
Auf Facebook teilte das Sheriffbüro von Mariposa County nun einen Beitrag, der das extreme Ausmaß des Einsatzes verdeutlichte. "Über mehrere Monate hinweg unternahmen Mitarbeiter des Tierschutzes zahlreiche Besuche in der Wohnung, um den Vorwürfen nachzugehen und Hilfe und Unterstützung anzubieten", erklärte das Team.
Doch der Besitzer des vermüllten Anwesens sträubte sich dagegen und zeigte keinerlei Interesse. Trotz mehrerer E-Mails, Telefonate und persönlicher Gespräche ignorierte der Tierbesitzer die Helfer. Kurz darauf folgte ein Durchsuchungsbefehl.
"MCSO fanden insgesamt 36 Hunde und eine Katze vor, die in der Wohnung unter extrem unhygienischen und inakzeptablen Bedingungen gehalten wurden", schrieb das Sheriffbüro.
Nach dem Einsatz wurden die Tiere beschlagnahmt und ärztlich versorgt
Die Tierretter konnten ihren Augen kaum trauen, als sie die Tür des Hauses öffneten. Der Staub türmte sich bereits auf den Regalen auf, überall standen leere Dosen sowie Plastikverpackungen herum - und mittendrin die Fellnasen. Das erschwerte es den Mitarbeitern des Sheriffbüros, an die Tiere heranzukommen.
Die Menge an Fäkalien auf den Möbeln wies darauf hin, dass die Hunde gemeinsam mit der Katze über eine längere Zeit in Gefangenschaft gelebt haben.
Mit Schutzhandschuhen und Sicherheitskleidung betraten die Beamten die zugestellte Küche des Hauses - ein Grauen. Hinter keimigen Schränken suchten die Helfer nach weiteren Fellnasen.
Nachdem das Team des Sheriffbüros alle Tiere aus dem verrotteten Haus befreit hatte, wurden diese sofort "beschlagnahmt und tierärztlich versorgt". Unter dem Facebook-Beitrag zeigten sich zahlreiche User empört und mitfühlend zugleich.
"Es ist so traurig, dass diese Tiere und der Mensch unter solchen Bedingungen leben mussten", kommentierte eine Nutzerin unter den erschreckenden Bildern.
Titelfoto: Fotomontage/Screenshot/Facebook/Mariposa County Sheriff's Office

