Buckelwal "Hartwin" schwimmt offenbar weiter in der Kieler Förde: Tierschützer schlagen Alarm

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Kiel - Noch am Freitag wurde ein Buckelwal, bei dem es sich um "Hartwin" handeln soll, am Ausgang der Kieler Förde gesehen. Die Sichtung bestätigte das Umweltministerium, welches zudem angab, dass sich das Tier wieder in Richtung offene See bewegt - doch falsch gedacht.

Auch "Yachtcharter Kiel" bemerkte den Meeressäuger in der Kieler Förde und filmte den tierischen Besucher.
Auch "Yachtcharter Kiel" bemerkte den Meeressäuger in der Kieler Förde und filmte den tierischen Besucher.  © Yachtcharter Kiel/Lukas Zarling

Wie die Organisation "Stranded No More" mitteilte, wurde der Wal am Samstag noch tiefer in der Kieler Förde nahe der Hörnbrücke im Zentrum der Stadt gesichtet.

Die Sichtung in der Innenförde bestätigte am Samstag auch die Wasserschutzpolizei auf Nachfrage von TAG24.

Der Ozeanriese soll in den vergangenen Monaten Tausende Kilometer über die Niederlande, Norwegen, Schottland, England und Dänemark zurückgelegt haben. Am 5. Juli war er auf der deutschen Seite der Flensburger Förde gesehen worden.

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Von einer engeren Begleitung des Tiers sehe das Ministerium jedoch ab. "Eine Walsichtung allein ist noch kein Grund zur Besorgnis", hieß es am Freitag.

Doch die Tierschutzorganisation schlägt nun Alarm. So spricht diese auf Facebook bereits von einem "sterbenden Wal".

"Er ist in Schwierigkeiten und braucht Hilfe, die er nicht bekommt", so die Organisation entgegen der Sichtweise des Ministeriums.

"Hartwin" in der Kieler Förde: Organisation spricht sich für medizinische Hilfe aus

Buckelwal "Hartwin" soll bereits am Freitag im Bereich der Kieler Förde gesichtet worden sein. Dieses Foto wurde im Juni im Kleinen Belt vor Dänemark aufgenommen.
Buckelwal "Hartwin" soll bereits am Freitag im Bereich der Kieler Förde gesichtet worden sein. Dieses Foto wurde im Juni im Kleinen Belt vor Dänemark aufgenommen.  © Linda Frølund Hansen/Bridgewalking/dpa

"Alle, die sagen: 'Er schwimmt noch', aber haben so schnell vergessen, dass 'Timmy' auch 14 Monate lang geschwommen ist, bis zu seinem tragischen Ende. Die medizinische Hilfe sollte verabreicht werden, solange er noch schwimmt, denn das ist seine einzige Überlebenschance", heißt es von den Tierschützern weiter.

Schließlich erinnert der Fall an das Drama um Buckelwal "Timmy", der nach einem Rettungsversuch letztendlich tot vor der dänischen Insel Anholt angespült worden war.

Sollte das Tier tatsächlich stranden, wolle sich das Ministerium mit Experten sowie Polizei und anderen beteiligten Behörden abstimmen.

Titelfoto: Yachtcharter Kiel/Lukas Zarling

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