Tragischer Einsatz: Pferd aus Fluss gerettet, doch dann hat die Stute keine Kraft mehr
Walschleben - Die Feuerwehr hat am Freitagabend in Walschleben (Landkreis Sömmerda) ein Pferd aus einem Fluss gerettet. Der Einsatz nahm jedoch ein tragisches Ende.
Zunächst war kurz nach 22.30 Uhr ein Notruf bei der Feuerwehr eingegangen. In diesem wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, dass sich ein Pferd in einem Fluss befindet und sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien können, wie die Feuerwehr Elxleben an der Gera mitteilte.
Als die Kameraden aus Elxleben und Walschleben an einem Nebenarm (kleinerer Wasserlauf) der Gera eintrafen, musste die Feuerwehr aus Sömmerda nachalarmiert werden, da diese über ein spezielles Berge-Geschirr zur "Rettung von Großtieren" verfüge, hieß es.
Die Stute, die offenbar bereits mehrere Stunden im Wasser gestanden hatte und stark unterkühlt war, konnte in einer aufwendigen Rettungsaktion aus dem Wasser in das angrenzende hohe Schilf gebracht werden.
Anschließend war dem Vierbeiner mithilfe eines Radladers ein spezielles Hebegeschirr umgeschnallt worden, damit es auf eine Wiese gebracht werden konnte.
Trotz aller Bemühungen - unter anderem von einer hinzugerufenen Tierärztin - verließen das Pferd jedoch zunehmend die Kräfte. Der Zustand der Stute besserte sich in der Folge nicht mehr. Das Tier starb nach der Rettungsaktion, wie die Feuerwehr erklärte.
Titelfoto: Marcus Scheidel / MAS BILDAGENTUR
