Das sind die Löwen-Babys von Nürnberg: Raubtierhaus öffnet nach Geburt wieder seine Pforten

Nürnberg - Seit Mitte September warten die Besucher des Nürnberger Tierparks darauf, das Raubtierhaus wieder betreten zu können. Vor allem, weil zwei neue Bewohner die Attraktion des Zoos sind: die Löwenkinder Indica und Jadoo.

Wieso stehen die Menschen hinter einer Glasscheibe? Eines der Löwenkinder beobachtet neugierig das bunte Treiben im Zoo.
Wieso stehen die Menschen hinter einer Glasscheibe? Eines der Löwenkinder beobachtet neugierig das bunte Treiben im Zoo.  © NEWS5 / Merzbach

Sie waren auch der Grund, warum die Asiatischen Löwen (Panthera leo persica) seit dem 16. September vor den öffentlichen Blicken geschützt wurden - bis jetzt.

In dieser Woche wurden nun erstmals die Pforten geöffnet und Nachwuchs-Simbas und Besucher durften erste Blicke austauschen.

"Mama kümmert sich sehr rührend um die Kleinen", urteilt der regelmäßige Zoo-Besucher Peter Drechsel. Er selbst hatte durch Zufall erst einmal - während eines Urlaubs in Uganda - Löwen-Babys gesehen. "Es ist etwas Besonderes."

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"Die jungen Löwen haben sich sehr gut entwickelt", verkündet Tierarzt Hermann Will. Bei der letzten Untersuchung vor zwei Wochen brachten es die beiden WG-Mitbewohner der Eltern Aarany und Kiron auf neun Kilo.

Es sind nicht die ersten Kinder, die Löwin Aarany zur Welt brachte. Im Mai gebar sie bereits vier Babys, die aber allesamt nicht überlebten.

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Indica und Jadoo sind die - im wahrsten Sinne - jüngste Attraktion des Nürnberger Tierparks.
Indica und Jadoo sind die - im wahrsten Sinne - jüngste Attraktion des Nürnberger Tierparks.  © NEWS5 / Merzbach

Drei davon fraß sie selbst auf. Was grausam klingt, ist bei unerfahrenen Löwen-Müttern jedoch nicht so ungewöhnlich, wie es vielleicht klingen mag. Das bestätigte der Tiergarten gegenüber den Medien. Löwen sind nur etwa 110 Tage trächtig.

Damit sind Indica und Jadoo seit 2006 die ersten (überlebenden) Löwenkinder, die bis zu ihrem zweiten Lebensjahr in der Gruppe bleiben werden.

Erst danach werden sie vermutlich ein neues Zuhause bekommen. Wohin sie kommen werden, ist noch nicht bekannt.

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Entsprechend freuen sich die Menschen derzeit noch über die wilden Miezen im Tierpark. "Die kleinen Babys sind eine große, wichtige Sache für Nürnberg", so die Stamm-Besucherin Eva Maar. "Seit ich fünf Jahre alt bin, hab ich eine Dauerkarte. Das ist heute ein Highlight."

In freier Wildbahn sind die Asiatischen Löwen stark gefährdet. Derzeit gibt es laut Zoo-Angaben nur etwa 630 Tieren in einem indischen Nationalpark. Entsprechend unwahrscheinlich ist eine entsprechende Auswilderung der Tiere.

Titelfoto: NEWS5 / Merzbach

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