Dramatischer Einsatz im Hochwasser: Unterkühltes Pferd kämpft ums Überleben
Marengo (Illinois/USA) - In den frühen Morgenstunden des Samstags spielte sich im US-Bundesstaat Illinois ein dramatisches Szenario ab: Ein Pferd war nach heftigen Unwettern in dem reißenden Fluten eingeschlossen - völlig hilflos und umgeben von eiskaltem Wasser.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, bot sich ihnen ein erschreckendes Bild. Das Tier stand rund 180 Meter vom Ufer entfernt auf einer kleinen, kaum zugänglichen Landzunge, wie die Feuerwehr von Marengo in einem Beitrag auf Facebook erläuterte.
Ringsherum: schnell strömendes Hochwasser, das über Nacht den Bach in einen gefährlichen Strom verwandelt hatte. An ein einfaches Herüberführen war nicht zu denken: Die Tiefe von etwa 4,5 Metern und die starke Strömung machten jede direkte Rettung unmöglich.
Sofort begann ein aufwendiger Einsatz. Ein erstes Team wagte sich mit einem Boot durch die gefährlichen Wassermassen zu dem verängstigten Tier vor.
Gleichzeitig bereiteten Kräfte am Ufer gemeinsam mit einer Tierärztin die Rettung vor. Schließlich wurde die Spezialistin selbst per Boot zum Pferd gebracht.
Vor Ort begann sie unmittelbar mit der Versorgung: Medikamente wurden verabreicht, während das Tier bereits stark unter Unterkühlung litt.
Fast zwei Dutzend Einsatzkräfte waren nötig, um das Tier zu retten
Schnell wurde klar, dass zusätzliche Hilfe benötigt wird. Über das Alarmsystem wurden weitere Kräfte angefordert, darunter Spezialisten für Strömungsrettung.
Immer mehr Einsatzkräfte trafen ein und arbeiteten Hand in Hand, während die Leitstelle die komplexe Rettung koordinierte.
Mit vereinten Kräften gelang schließlich das Unglaubliche: Das Pferd wurde Schritt für Schritt durch die gefährlichen Fluten geführt. Zentimeter für Zentimeter kämpften sich Retter und Tier gemeinsam Richtung Ufer.
Am Ende waren es fast zwei Dutzend Helfer, die das erschöpfte Tier aus dem Wasser zogen und bis zur Straße brachten. Dort wurde es in einen Anhänger verladen und zur weiteren Behandlung transportiert.
Titelfoto: Screenshot/Facebook/Marengo Fire & Rescue Districts

