Saint Columb (Großbritannien) - Alpaka Giovanni ist todtraurig: Das 18-jährige Tier verlor fast gleichzeitig zwei seiner Artgenossen, mit denen er sich das Leben im Gehege teilte. Um den felligen Opa aufzumuntern und die Zeit zu überbrücken, bis er wieder Gesellschaft bekommt, ließen sich seine Pfleger etwas einfallen.
Das Alpaka, das in einem Wildpark in Großbritannien lebt, erhielt von den Tierpflegern mehrere Spiegel. Die sollen ihm nun helfen, sich nicht mehr so allein zu fühlen.
Da Vierbeiner wie Giovanni Herdentiere sind, bemerkten seine Pfleger schnell, dass sie handeln müssen, als seine beiden Freunde an Altersschwäche starben.
"Er brauchte etwas Besonderes und das Gefühl, dass noch jemand da ist", erklärt Parkchef Gary Zamnit gegenüber BBC. Um schnell Spiegel im Gehege des Alpakas anbringen zu können, bat die Einrichtung die Anwohner in der Umgebung um Mithilfe. Schnell wurden mehrere reflektierende Oberflächen gespendet, die sofort einen Effekt auf das Tier hatten.
Giovannis Pfleger berichten, dass das Alpaka deutlich ruhiger wirkt und sich gern in der Nähe der Scheiben aufhält. "Er scheint sich sehr darüber zu freuen, sein Spiegelbild zu sehen", so Zamnit.
Alpaka-Opa soll neue Artgenossen bekommen
Natürlich sind die Spiegel nur eine provisorische Maßnahme und kein Ersatz für andere Alpakas. Der Wildpark bemüht sich aktuell mit Hochdruck, neue Artgenossen für den Alpaka-Opa zu finden - was allerdings nicht so einfach ist.
"Man kann nicht einfach Tiere von irgendwoher holen", erklärt der Parkchef im Interview. Die Beschaffung bedarf sorgfältiger Planung, Untersuchungen und Quarantäne.
Mit etwas Glück ziehen bald zwei junge Alpaka-Weibchen bei Giovanni ein, die von zwei Bürgern aus der Umgebung gespendet wurden. Bis dahin wird der Vierbeiner dank Spiegeln aufgeheitert und von seiner Trauer abgelenkt.