Frau denkt, sie rettet verletzten Hund: Dann erfährt sie die Wahrheit

Ciudad Victoria (Mexiko) - Als Andrea Athie mitansehen musste, wie ein Vierbeiner in einen Unfall verwickelt war, fasste sie sich ein Herz und wollte dem Tier helfen. Doch am Ende kam alles anders, als sie es sich vorgestellt hatte.

Andrea Athie dachte, sie würde hier einen Hund auf dem Schoß halten.
Andrea Athie dachte, sie würde hier einen Hund auf dem Schoß halten.  © Screenshot Facebook/Andrea Athie

Die Mexikanerin war gerade in Ciudad Victoria unterwegs, als das Auto vor ihr plötzlich ein Tier erfasste. Statt anzuhalten, raste der Fahrer einfach davon.

Für Andrea war dies keine Option: Sie stoppte ihren Wagen und sah nach, wie es dem Vierbeiner ging. Das Tier, was sie für einen streunenden Hund hielt, war beim Unfall verletzt worden und brauchte dringend medizinische Hilfe.

Da Andrea die Fellnase nicht allein in ihr Auto hieven konnte, rief sie zwei Freunde an, die ihr halfen, den vermeintlichen Hund zum Tierarzt zu bringen.

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Völlig ahnungslos kuschelte sich Andrea während der Fahrt an das verletzte Tier, was sich von ihr sogar beruhigen ließ.

Erst nachdem die Truppe beim Tierarzt angekommen war, kam die Wahrheit heraus:

Andrea hatte keineswegs einen heimatlosen Hund von der Straße gerettet, sondern ein wildes Tier zum Veterinär gebracht!

Vierbeiner nach Unfall schwer verletzt

Stattdessen handelte es sich bei dem Vierbeiner um einen Kojoten.
Stattdessen handelte es sich bei dem Vierbeiner um einen Kojoten.  © Screenshot Facebook/Andrea Athie

Tatsächlich handelte sich beim Vierbeiner um einen Kojoten. Und um den stand es nicht gut.

Röntgenuntersuchungen zeigten, dass das wilde Tier beim Crash an den Halswirbeln verletzt worden war und deshalb seine Hinterläufe nicht mehr bewegen konnte. Zudem hatte es seit dem Unglück keine Kontrolle mehr über seinen Schließmuskel.

Andrea, die dem Vierbeiner den Namen "Pancho" gab, erklärt traurig: "Leider konnte Pancho nicht mehr weiterkämpfen. Keine Behandlung schlug an."

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"Es wurde alles Menschenmögliche getan", meint die Mexikanerin. Pancho hätte aber in seinen letzten Augenblicken nicht leiden müssen.

Auch wenn für Andrea die ganze Geschichte etwas peinlich begann, nimmt sie sich daraus etwas für ihr weiteres Leben mit: "Pancho war da, um uns zu zeigen, wie wir denen helfen können, die es brauchen. Mit kleinen Taten kann man viele Dinge ändern, und Pancho hat uns das bewusst gemacht."

So solle man keine Unterschiede machen, sondern jeden gleichberechtigt behandeln. "Im Moment ist es das, was wir Menschen brauchen - uns gegenseitig zu helfen."

Pancho gab ihr in dieser kurzen Zeiten bedingungslose Liebe und verlangte nichts dafür. Aus diesem Grund kümmerte sich Andrea um eine besondere Beerdigung für das wilde Tier.

"Panchos Körper wird eingeäschert und wir werden ihn in einer biologisch abbaubaren Urne aufbewahren, auf der etwas gepflanzt wird", sagt Andrea gegenüber Mirror. Sie werde den Kojoten niemals vergessen.

Titelfoto: Screenshot Facebook/Andrea Athie

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