Hilfe für streunende Straßenkatzen: So kommen die herrenlosen Tiere über den Winter

Hamburg - In ganz Deutschland hat der Winter seit Wochen Einzug gehalten. Immer wieder sinken die Temperaturen bis unter den Gefrierpunkt. Straßenkatzen und -kater leiden, finden keinen warmen Unterschlupf.

Streunende Katzen und Kater suchen bei winterlichen Temperaturen warme Schlafplätze. (Symbolbild)
Streunende Katzen und Kater suchen bei winterlichen Temperaturen warme Schlafplätze. (Symbolbild)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Der Hamburger Tierschutzverein hat jetzt zur Rettung der Katzen unter anderem auf Facebook dazu aufgerufen, den streunenden und frierenden Tieren zu helfen, indem man für sie sogenannte Schlafboxen baut.

Schon mit wenigen Mitteln könne man so dafür sorgen, dass die ehemaligen Hauskatzen vor dem Erfrieren bewahrt werden.

"Sie alle waren einmal behütete Haustiere oder sind deren Nachkommen und sind deshalb dem Leben auf der Straße, ganz auf sich gestellt, kaum gewachsen. Trotzdem werden vielerorts schutz- und futtersuchende Tiere verjagt", prangert der Verein auf seiner Website an.

Eiskaltes Grauen: Gefrorener Hai an belebtem Strand entdeckt
Tiere Eiskaltes Grauen: Gefrorener Hai an belebtem Strand entdeckt

Ihr wollt den Straßenkatzen helfen und eine warme Unterkunft bauen? So einfach gelingt es Euch.

Schlafboxen für Katzen und Kater selber bauen

DIY wetterfeste Schlafboxen für Straßenkatzen

Schlafboxen sollten erhöht stehen. Achtung: Ohne zusätzliche Folie ist die Schlafbox nicht wetterfest!
Schlafboxen sollten erhöht stehen. Achtung: Ohne zusätzliche Folie ist die Schlafbox nicht wetterfest!  © Hamburger Tierschutzverein

Das braucht ihr für die Schlafboxen:

  • Eine Styroporkiste (Frostfutterboxen aus dem Zoofachhandel)
  • Styroporkleber
  • Klebeband
  • Stroh
  • Messer/Schere
  • Stabile Folie/aufgeschnittene dicke, große Müllsäcke

So funktioniert's:

Mutter stirbt nach Geburt: Zoo schläfert jungen Orang-Utan ein
Tiere Mutter stirbt nach Geburt: Zoo schläfert jungen Orang-Utan ein

Zunächst schneidet Ihr das Einstiegsloch mit einem Messer aus. Es sollte nicht zu groß sein, um Wärmeverluste zu verhindern. Außerdem hoch genug, damit kein Wasser hineinlaufen kann.

Die Folie müsst Ihr anschließend passend zurechtschneiden. Dabei sollte das Einstiegsloch markiert und eingeschnitten werden, um die Folie später nach innen klappen zu können.

Danach sprüht Ihr die Seiten der Kiste von außen mit Kleber an, um die Folie festzukleben. Die Ränder und das Einstiegsloch müsst Ihr wieder mit Klebeband absichern.

Das Gleiche gilt für den Styropordeckel. Er wird ebenfalls mit der stabilen Folie von außen beklebt, die Ränder mit Klebeband fixiert.

Auf den Boden der Box kann zum weiteren Schutz Pappe oder Reflektorfolie ausgelegt werden.

Die Boxen des Hamburger Tierschutzvereins kommen bei den Streunern gut an

Stroh statt Decken für die Boxen verwenden!

Nun müsst Ihr die Kiste nur noch großzügig mit Stroh befüllen.

Der Tierschutzverband warnt davor, eine Decke mit in die Schutzbox zu legen. Diese könnte nass werden, faulen und/oder an dem künftigen Bewohner festfrieren.

Zum Schluss verschließt Ihr die Schlafbox mit dem Deckel und befestigt ihn.

"Die Box sollte draußen nicht direkt auf dem Boden stehen, um Staunässe zu vermeiden. Abstandshalter wie Hölzer, Steine, Paletten oder Gitterkisten verhindern den Kontakt mit feuchter Erde, denn die kühlt die Hütte aus."

Bevor Ihr Eure Kisten verteilt, fragt, falls nötig zuständige Hausverwaltungen oder auf Betriebsgeländen nach, ob Ihr Unterschlüpfe aufstellen dürft.

Titelfoto: Hamburger Tierschutzverein, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Tiere: