Darf Boxer Lucky nach viel Leid jetzt auf einen schönen Lebensabend hoffen?

Frankfurt am Main - Etwa elf Jahre musste Boxer Lucky warten, um jetzt vielleicht doch noch in den Genuss eines schönen Hundelebens zu kommen.

Der etwa elfjährige Lucky kam aufgrund einer Sicherstellung in das Frankfurter Tierheim. Viel Schönes dürfte er bislang also nicht erlebt haben.
Der etwa elfjährige Lucky kam aufgrund einer Sicherstellung in das Frankfurter Tierheim. Viel Schönes dürfte er bislang also nicht erlebt haben.  © Bild-Montage: Tierschutzverein Frankfurt a.M. und Umgebung von 1841 e.V.

Das hoffen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierheims in Frankfurt am Main, die sich gerade um den Rüden kümmern.

Denn wie sie auf ihrer Webseite berichten, kam der arme Kerl aufgrund einer behördlichen Sicherstellung zu ihnen, eine gute Haltung wird er also in seinem alten Zuhause nicht erlebt haben.

Leider ist wie in solchen Fällen üblich so gut wie gar nichts über Luckys Vergangenheit bekannt. Er habe sich aber ein sehr freundliches Wesen bewahrt, was ihn zu einem überaus angenehmen Partner und Mitbewohner macht.

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Er sei immer freundlich, sehr verschmust und trotz seines schon reiferen Alters noch sehr verspielt und neugierig. Gassigehen liebe er geradezu und laufe dabei auch ordentlich an der Leine.

Grundkommandos beherrsche er bedauerlicherweise außer "Sitz" nicht. Da er aber ein an sich so freundlicher Hund sei, falle dies nicht so ins Gewicht, heißt es auf der Webseite. Zudem sei es zum Lernen ja bekanntlich nie zu spät.

Der freundliche Boxer wird auch an Anfänger und Familien vermittelt

Trotz seines gesetzten Alters ist Lucky immer noch sehr verspielt und neugierig und liebt lange Spaziergänge.
Trotz seines gesetzten Alters ist Lucky immer noch sehr verspielt und neugierig und liebt lange Spaziergänge.  © Tierschutzverein Frankfurt a.M. und Umgebung von 1841 e.V.

Ob er die ein oder andere Stunde alleine zu Hause bleiben kann oder es kennt, im Auto mitzufahren, wissen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger leider nicht. Beides müsste mit ihm möglicherweise noch in kleinen Schritten eingeübt werden.

Am liebsten würde man Lucky an Menschen vermitteln, die bereits Erfahrung im Umgang mit Boxern besitzen. Da er aber so unkompliziert ist, würde er auch an ambitionierte Hundeanfänger abgegeben werden.

Für Familien wäre der Rüde ebenfalls gut geeignet, allerdings sollten die Kinder mindestens zehn Jahre alt sein und verstehen, dass man auf einen älteren Hund etwas mehr Rücksicht nehmen sollte. Auch möchte er in seinem neuen Zuhause nicht allzu viele Treppen steigen müssen.

Ob sich Lucky mit bereits im Haushalt lebenden Hunden oder Katzen versteht, könne auf Wunsch gerne im Tierheim getestet werden, heißt es.

Ihr habt für den charmanten Hundemann ein gemütliches Plätzchen für einen schönen Lebensabend anzubieten? Dann könnt Ihr Euch gerne mit dem Frankfurter Tierheim per E-Mail in Verbindung setzen.

Titelfoto: Bild-Montage: Tierschutzverein Frankfurt a.M. und Umgebung von 1841 e.V.

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