Drama im Moor: Feuerwehr befreit entkräftete Hündin
Stuttgart - Ein dramatischer Rettungseinsatz hielt am Dienstagnachmittag die Einsatzkräfte in Stuttgart in Atem. Eine elf Jahre alte Labrador-Hündin war in einem Moorgebiet in eine lebensbedrohliche Lage geraten.
Die Senior-Hündin wurde bereits seit der Mittagszeit vermisst, als Passanten gegen 15 Uhr am Dienstag plötzlich ein Bellen aus einem Moor im Bereich Sommerhaldenweg abseits der befestigten Wege hörten.
Eine Frau entdeckte die völlig erschöpfte Hündin schließlich im Schlamm am Rand eines Sees und wählte sofort den Notruf.
Da das Tier im tiefen Morast feststeckte, beorderte der Einsatzleiter umgehend zusätzliche Kräfte zur Verstärkung. Vor Ort bestätigte sich die kritische Lage.
Die Hündin war im matschigen Uferbereich so tief eingesunken, dass sie sich aus eigener Kraft nicht mehr bewegen konnte. Da der Boden auch für die Retter zu instabil war, bauten die zehn Einsatzkräfte zunächst einen provisorischen Steg aus Leiterteilen auf.
Spezialisten der Wasserrettung befreiten das Tier
Die endgültige Rettung gelang schließlich Spezialisten der Wasserrettung. Ausgerüstet mit Neoprenanzügen und durch Leinen gesichert, kämpften sich zwei Feuerwehrleute durch den Schlamm vor, bis sie die Labrador-Dame erreichten.
"Sie befreiten die entkräftete Hündin behutsam aus dem Morast und brachten sie über die Böschung auf festen Boden", so die Feuerwehr.
Nach der Rettung kümmerten sich die Einsatzkräfte um den Vierbeiner. Die Hündin wurde mit frischem Wasser versorgt, grob vom Schlamm gereinigt und in Decken gewickelt, um eine drohende Unterkühlung zu verhindern.
Parallel dazu konnte die Polizei die Eigentümerin ausfindig machen, die kurz darauf am Einsatzort eintraf. Die Erleichterung war groß, als sie ihre Hündin wohlbehalten wieder in Empfang nehmen konnte.
Die Polizei fuhr die Besitzerin samt Hund kurzerhand aus dem Waldgebiet. Im Anschluss stand bei der Vierbeinerin ein Tierarztbesuch an.
Titelfoto: Bildmontage: FW Stuttgart

