Tierärzte rieten ihr, sie einzuschläfern: Frau nimmt gelähmte Hündin auf, dann folgt die Überraschung
Georgia (USA) - Die Reise einer Frau durch einen US-Bundesstaat sollte eine völlig unerwartete Wendung nehmen, als sie an einer Tankstelle eine völlig vernachlässigte Hündin entdeckte. Die Erinnerung an einen längst verstorbenen Vierbeiner brachte sie schließlich zu einer Entscheidung, die alles ändern sollte.
US-Amerikanerin Bailey kann sich noch genau an den Tag Anfang Januar erinnern, als sie auf die halb gelähmte "Beanie" stieß: Die Hündin schleppte sich blutend über den Betonboden der Tankstelle und niemand kümmerte sich um sie. "Mir war klar, was ich tun musste", heißt es in einem YouTube-Video.
Bailey stieg aus und die Streunerin fasste sofort Vertrauen zu ihr und ließ sich hochnehmen. "Es ging ihr furchtbar." Da ihr Geld für die Behandlung in einer örtlichen Notfallklinik nicht ausreichte, nahm Bailey die Hündin kurzerhand mit auf ihre Reise. "Das ganze Wochenende verbrachte ich mit Autofahren und dem Verbinden ihrer Wunden." Doch schnell merkte sie: Beanie war eine Kämpferin.
In einer Tierklinik in Manhattan wurde der Retterin dann eine niederschmetternde Nachricht überbracht. Die Operation, die bei ihrer halbseitigen Lähmung normalerweise angebracht wäre, würde sie vermutlich umbringen. Grund war eine Verkalkung ihrer Wirbelsäulenverletzung.
"Bei den Voruntersuchungen stellte sich heraus, dass die Vernachlässigung viel schlimmer war, als man sich vorstellen konnte, und dass sie bereits seit über einem Monat gelähmt war", schreibt Bailey auf einer Spendenseite, wo sie Geld für die Behandlung des Vierbeiners sammelt.
Halbseitig gelähmte Hündin trotz allen Prognosen
Die Tierärzte rieten ihr, das Tier einschläfern zu lassen, doch das brachte die US-Amerikanerin nicht übers Herz. Zu Hause angekommen verfolgte Bailey zunächst das Ziel, dass Beanie viel Ruhe bekam, damit ihr Körper sich auf die Heilung der blutigen Verletzung konzentrieren könne.
Vier Wochen später überraschte die Hündin nicht nur ihr neues Frauchen, sondern auch die Medizin: Sie schaffte es plötzlich, sich ganz alleine hinzustellen, und kann sich nun mithilfe eines Rollstuhls sogar fortbewegen. "Sie ist stärker, als irgendjemand erwartet hätte."
Die Hündin wird für den Rest ihres Lebens auf Pflege angewiesen sein - einschließlich der mehrmals täglichen manuellen Entfernung von Urin und Kot durch ihre Besitzerin.
Doch Bailey hat darin bereits Erfahrung: "Ich habe das tatsächlich schon einmal mit einem zweibeinigen, älteren geretteten Hund gemacht, den ich von 2020 bis 2024 adoptiert und bis zu seinem Tod betreut habe." Die Erinnerung an ihre damalige Hündin "Lucy" war es auch, die Bailey dazu bewegt hatte, sich des Schicksals von Beanie anzunehmen.
"Ich hatte das Gefühl, Lucy hätte mich genau dorthin, auf diesen Parkplatz, versetzt", so die Frau, die als Tattoo-Künstlerin arbeitet.
Titelfoto: Screenshot/Instagram/baileyapriltattoo

