Irvine (Kalifornien, USA) - Sie hatte sich geschworen, diese Hündin nicht im Stich zu lassen - und ahnte nicht, worauf sie sich eingelassen hatte. Nach vier Tagen konnte Suzette Hall aus Irvine in Kalifornien schließlich nicht mehr aufhören zu weinen.
Am Dienstag veröffentlichte die Tierschützerin einen hochemotionalen Beitrag auf Facebook, in dem sie von der ganz besonderen Rettungsaktion berichtete.
"Das arme Weibchen hatte über einen Monat lang auf der Autobahn gelebt. Dann verschwand sie… und als sie endlich wieder auftauchte, wusste ich, dass ich sie nicht zurücklassen würde", so Hall.
Das Problem: Die Fellnase weigerte sich standhaft, ihrer Möchtegern-Retterin eine Chance zu geben. "Ich saß ich in Büschen am Straßenrand der Autobahn, versteckte mich, stellte Fallen auf und tat alles, was in meiner Macht stand", erklärte Hall.
Tag und Nacht lag die Tierfreundin auf der Lauer, schwor sich immer wieder, ihr sich selbst gegebenes Versprechen nicht zu brechen.
Facebook-Posting zeigt Rettung mit Fotos und Videos
"Mir wurde ganz anders, als ich sie so sah. Sie rannte die Autobahn entlang, von einer Ausfahrt zur nächsten, dann ins Feld, an den Gebäuden entlang, immer wieder zurück… immer und immer wieder. Als hätte sie ihren eigenen kleinen Weg, einfach nur ums Überleben zu kämpfen", schilderte Hall ihre Beobachtungen.
All die Strapazen, Rückschläge und schlaflosen Nächte zahlten sich am Ende zum Glück aus. Endlich ging die Hündin ihrer Retterin doch noch in die Falle.
"Ich hatte ihr versprochen, nicht aufzugeben. Und das habe ich auch nicht. Heute war ihr Tag. Und was für ein herrlicher Tag (...) Ich weine immer noch", schrieb Hall erleichtert.
Auf ihren Aufnahmen ist der Vierbeiner in seinem Käfig zu sehen. Begeistert sieht das Tier dort nicht aus. Doch es ahnt ja nicht, was kommen wird. Hall feiert unterdessen schon: "Deine Zeit auf der Autobahn ist lange vorbei, mein süßer Engel. Du bist in Sicherheit. Du wirst geliebt. Und ich habe mein Versprechen gehalten."