Irvine (Kalifornien, USA) - So eine kleine Hündin und so große Probleme: Suzette Hall aus dem kalifornischen Irvine hatte bei der Rettung dieser ausgesetzten Fellnase alle Hände voll zu tun. Das arme Tier war auf einem Lkw-Parkplatz ausgesetzt worden, drohte wortwörtlich unter die Räder zu kommen. Dennoch war die Hündin nicht bereit, sich aus ihrer Misere befreien zu lassen. Schuld daran waren auch die Trucker.
Am vergangenen Freitag meldete sich die Tierschützerin mit einem hochemotionalen Facebook-Posting.
"Vor zwei Wochen hat jemand sie auf einem riesigen Lkw-Gelände ausgesetzt. Dort fuhren pausenlos Sattelschlepper ein und aus - zehn bis zwölf gewaltige Lastwagen - jeden einzelnen Tag, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Laute Motoren, riesige Reifen, Gefahr an jeder Ecke. Es war wahrlich kein Ort, an dem ein winziges, kleines Mädchen zu überleben versuchen sollte", schrieb sie.
Leider begriff die Fellnase nicht mal ansatzweise, dass Hall sie aus ihrer Misere befreien wollte. Im Gegenteil: Sie nahm Reißaus, wann immer die Frau in ihre Nähe kam.
Hall versuchte es mehrmals am Tag, fuhr extra 45 Minuten mit dem Auto zu dem Rastplatz und wieder zurück. Die Trucker waren, ohne es zu wollen, das Hauptproblem: Aus Mitleid mit der Streunerin warfen sie ihr immer wieder etwas zu fressen hin.
"So war sie nie hungrig genug, um in meine Falle zu gehen", schrieb Hall. Schließlich änderte die Kalifornierin ihre Taktik.
Suzette Hall berichtet in emotionalem Facebook-Posting von der Rettung
Sie ging auf die Trucker zu, bat sie inständig darum, den Vierbeiner nicht mehr zu füttern. "Auf dem Lkw-Gelände war es heute ruhiger. Weniger Lastwagen. Weniger Lärm. Und ich beobachtete sie, wie sie dort saß und auf Futter wartete, das diesmal nicht kam", schrieb die Tierfreundin.
Schließlich wurde der Hunger zu groß. Die Hündin ging in Halls Falle, in der ein Köder ausgelegt war. Dummerweise lief sie sofort wieder hinaus. "Immer und immer wieder. Hinein und hinaus. Mein Herz pochte wie wild", so die US-Amerikanerin.
Schließlich nahm der Nervenkrieg ein Ende, als die Fellnase endlich den entscheidenden Fehler machte und die Falle zuschnappte. Hall traute ihren Augen kaum, was kurz darauf folgte.
"Ich kann kaum in Worte fassen, was dann geschah. Jeder einzelne Lkw-Fahrer auf dem Gelände riss jubelnd die Arme in die Höhe. Erwachsene Männer, die für einen winzigen kleinen Hund jubelten", schrieb Hall. Sie selbst habe nur noch geweint.
Danach ging es für das Weibchen ins Tierheim, wo es endlich in Sicherheit war.