Herrchen gibt Hund nach elf Jahren ins Tierheim: Begründung macht so viele wütend

Dallas (Texas, USA) - Diese Begründung war fast schon mutig. Rüde Boregaurd wurde Ende März nach geschlagenen elf Jahren von seinem Besitzer ins Tierheim "Dallas Animal Services" zurückgegeben. Und das nur, weil es sein Herrchen traurig machte, ihn älter werden zu sehen.

Boregaurd zittert im Tierheim vor Angst. Er weiß nicht, wie ihm geschieht.  © Bildmontage: Instagram/Screenshots/vivspowers

Dass man mit einer solchen Begründung viel Wut auf sich ziehen kann, wurde klar, als der arme Hund in einem Video auf Instagram vorgestellt wurde.

Tierheim-Helferin Vivian Powers hat den Clip Ende März geteilt. Darin ist der zitternde Boregaurd zu sehen, der natürlich nicht begreift, was geschehen ist.

Besonders bitter: In einer Szene wird die Fellnase durch die Räumlichkeiten der Mitarbeiter geführt. Dort scheint Boregaurd verzweifelt nach seinem Besitzer zu suchen. Vermutlich denkt der Hund, dass er bald wieder abgeholt wird.

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Im Untertitel macht Powers keinen Hehl daraus, wie der Hunde-Senior in diese Situation geraten ist. Das kommt beim Insta-Publikum erwartungsgemäß ganz schlecht an.

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Virales Instagram-Video sorgt für Wut und Ärger bei Usern

Draußen ist alles besser. Boregaurd sah sich rund um seinen Ausflug aber immer wieder an der Tierheim-Tür um - vermutlich, weil er seinen Besitzer dort zuletzt gesehen hatte.  © Instagram/Screenshot/vivspowers

Die Schlussfolgerungen sind allerdings unterschiedlich. So fordert jemand, dass man dem Besitzer verbieten sollte, jemals wieder einen neuen Hund anzuschaffen. Jemand anderes verlangt, Menschen, die so etwas tun, im Alter genau gleich zu behandeln.

Auch gebrochene Herzchen und weinende Emojis sind in der Kommentarspalte reichlich vertreten. Der Clip hat nämlich mittlerweile mehr als 600.000 Klicks erreicht.

Powers wehrte sich jetzt allerdings in einem Interview mit Newsweek gegen den Vorwurf, sie habe Boregaurds Besitzer bloßstellen wollen. Ihr sei es nur darum gegangen, auf den Vierbeiner aufmerksam zu machen.

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Unterdessen hatte der Rüde bereits eine erste Chance, aus dem Tierheim herauszukommen. Doch bei einem Tagesausflug habe er immer nur zur Tür des Tierheims geblickt, wohl in der Hoffnung, seinen Besitzer, den er dort zuletzt gesehen hatte, wiederzusehen, so Powers.

Laut der US-Amerikanerin wartet der Hund nun auf ein neues Zuhause. Immerhin: Er ist nicht mehr im Tierheim, sondern vorübergehend in einer Pflegefamilie untergebracht.

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