Hund Hank hatte ein Zuhause - bis ein Gentest sein ganzes Leben auf den Kopf stellte
Kassel - Hund Hank hatte ein Frauchen und ein Zuhause ... bis ein Gentest alles veränderte. Nun sitzt die stattliche Fellnase wieder in Kassel im Tierheim und versteht die Welt nicht mehr.
Laut den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der "Wau-Mau-Insel" konnten die Tierfreunde Hank als Junghund vor circa einem Jahr vermitteln. Jetzt befindet sich ein Häufchen Elend in ihrer Obhut, für das eine heile Welt völlig ohne ein eigenes Verschulden plötzlich zusammengebrochen ist.
Wie das Tierheim weiter berichtet, hatte sich die Besitzerin telefonisch gemeldet und angegeben, mit Hank überfordert zu sein. Sie habe außerdem einen Gentest gemacht, welcher ergeben hätte, dass in ihm ein Herdenschutzhund stecken würde.
Und das sei etwas, mit dem sie nicht klarkomme.
Für Hank waren die Folgen schwerwiegend, statt ins heimische Körbchen ging es ins Tierheim.
"Hank ist groß geworden und ehrlich gesagt sogar größer, als wir dachten", räumen die Tierschützer ein. Auch passe er vielleicht sowohl auf sein Frauchen als auch Zuhause auf. Aber: "Das tun viele andere Hunderassen auch."
Es würden sich viele Anbieter auf dem Markt tummeln, "die das Blaue vom Himmel versprechen" - ungeachtet davon, ob das Ergebnis nun via Gentest oder App geliefert werde. Die Folgen kann das Tierheim einfach nicht nachvollziehen.
"Wau-Mau-Insel" in Kassel sucht Zuhause für Hank: Wer will ihm das verdiente Happy End schenken?
Für die Helfer bedeutet die Entscheidung der Frau, für Hank wieder ein Zuhause zu finden. Dieses Mal soll er in jenem allerdings für immer leben dürfen.
Hank ist trotz seiner Größe von inzwischen rund 60 Zentimetern und einem Gewicht von 30 Kilogramm demnach ein unsicherer Mischling, welcher sich Fremden gegenüber erst einmal vorsichtig verhält.
Sobald er allerdings Vertrauen gefasst habe, was bei den Pflegenden vor Ort recht schnell gegangen sei, freue er sich und lasse sich gerne kuscheln.
Andere Hunde finde er "richtig toll", weshalb er idealerweise zu einem netten und mutigeren Ersthund vermittelt werden könnte. Von diesem könnte er sich auch noch einiges abschauen.
Seine neuen Zweibeiner sollten über Erfahrung mit Hunden verfügen und außerdem in der Lage sein, ihm Sicherheit und Vertrauen zu schenken. Ein eher ruhiges Zuhause ohne Kleinkinder in ländlicher Umgebung wäre perfekt.
Wer Hank das verdiente Happy End schenken möchte, kann sich montags bis freitags zwischen 10 und 12 Uhr sowie 16 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 05618615680 oder alternativ per E-Mail und über das Webformular melden.
Titelfoto: Tierheim "Wau-Mau-Insel" in Kassel

