Hund harrt seit einem Monat einsam aus: Was er dann tut, ist für Retterin wie Stich ins Herz
Kalifornien (USA) - Sein größter Feind war er selbst: Der Rüde stand sich auf einem verlassenen Schulgelände in Kalifornien nämlich selbst im Weg. Obwohl Suzette Hall ihm helfen wollte, nachdem er ihrer Aussage nach seit einem Monat dort einsam ausgeharrt hatte, hatte er wahnsinnige Angst. Doch nicht nur vor der Tierschützerin fürchtete sich der Hund, sondern auch vor allen anderen Menschen. Was er schließlich tat, um über die Runden zu kommen, war für Hall wie ein Stich ins Herz.
"Die Hitze war heute unerträglich, und in den nächsten Tagen sollte es sogar noch heißer werden. Nachts schlief er auf dem Pitcher-Hügel des Baseballfeldes. Tagsüber fand man ihn meist unter seinem Lieblingsbaum, wo er sich im Schatten sicher fühlte", schrieb die Kalifornierin am Mittwoch auf Facebook.
Durchgekommen war der Hund vor allem deshalb, weil ihm einige Menschen immer wieder Futter und Wasser durch den Zaun hingestellt hatten. Allerdings schien ihm das nicht zu reichen.
"Ich beobachtete, wie er zum hinteren Teil der Schule schlenderte - dorthin, wo früher die Mülltonnen gestanden hatten - und im alten Müll nach Fressbarem suchte, nur um zu überleben. Es war absolut herzzerreißend", so Hall.
Weil er ausgerechnet an diesem Tag ausreichend Futter geschenkt bekommen hatte, ließen den Vierbeiner die Würstchen der Tierschützerin kalt. Letzten Endes musste sie ihren Einsatz vorerst abbrechen.
Suzette Hall berichtet in ausführlichem Facebook-Posting von der Rettung
"Nach stundenlangen Versuchen musste ich zu einem anderen Rettungseinsatz aufbrechen. Doch während der ganzen Fahrt musste ich ununterbrochen an ihn denken", schrieb die Tierfreundin.
Ihr Herz habe ihr dann immer wieder gesagt, dass sie noch am selben Tag zu dem einsamen Tier zurückfahren müsse, erklärte Hall. Tatsächlich sei sie später wieder dort aufgetaucht.
Diesmal sah die Lage schon deutlich besser aus. Der Grund: Ihr tierischer Schützling hatte inzwischen mächtig Hunger bekommen. Und so erschienen ihm Halls Würstchen plötzlich sehr verlockend, obwohl er dafür in ihren Käfig gehen musste.
Letzten Endes schnappte die Falle zu. "Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich war", berichtete Hall. Kurz darauf ging es für den Streuner ins Tierheim, wo er endlich in Sicherheit war.
Titelfoto: Facebook/Screenshot/Suzette Hall

