Hund ist sein Leben lang festgekettet: Warum sehen alle weg?

Ierapetra (Griechenland) - Ein Leben lang in Ketten: Diese Hündin führte ein schreckliches Leben auf der griechischen Insel Kreta, berichtet das Tierheim "Takis Shelter" aktuell in einem neuen YouTube-Video

Die Hündin musste viel erleiden.
Die Hündin musste viel erleiden.  © YouTube/Screenshot/Takis Shelter

Das Tier erkrankte an Räude, verlor deshalb Teile seines Fells. Wasser trank die Hündin aus einem dreckigen Eimer und ihre Fäkalien lagen überall vor ihrer kleinen Hundehütte herum. 

Laut Takis Shelter interessierte sich der Besitzer nicht für das Leid seines Vierbeiners, ließ ihn in seinem Elend allein. Warum alle so lange wegsahen, kann heute niemand mehr erklären.

Doch irgendwann schalteten sich doch noch die Nachbarn des Mannes ein und alarmierten die Polizei. 

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Zusammen mit den Beamten rückte der Besitzer und Namensgeber des Tierheims an und filmte die Rettung.  

Takis berichtet in dem Video, dass die Hündin geradezu artig darauf wartete, von jemandem gerettet zu werden. Zu sehen sind in dem Clip auch die Polizisten, die zum Ort des Geschehens gerufen worden waren. 

Zum Glück schaffte es Takis, die Hunde-Dame wieder aufzupäppeln und fit für ein neues Leben in Freiheit zu machen. 

Dieses YouTube-Video von "Takis Shelter" zeigt die traurige Rettung

Über sich selbst schreibt der Tierfreund auf Facebook, dass seine Mission im Jahr 2013 begann. Damals hatte der Grieche einen Hund mit einem gebrochenen Bein gerettet und kurz darauf beschlossen, ein Tierheim zu eröffnen.

Die Lage spitzte sich in Griechenland aufgrund der Finanzkrise immer mehr zu. Auf Facebook schreibt Takis: 

"Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass viele Menschen ihre Hunde auf der Straße zurückließen. Da die Griechen ihre Haustiere nicht kastrierten, vermehrten sich diese Hunde, und jetzt gibt es in Griechenland Tausende streunender Hunde und Katzen, und jeden Tag werden Tausende mehr geboren."

Und weiter: "Die meisten von ihnen wandern durch die Straßen, sind in einem schrecklichen Zustand, unterernährt, und die Regierung unternimmt nichts. So fällt die Last auf das griechische Volk, um zu helfen. Viele helfen, aber viele schauen weg und kümmern sich nicht darum."

Da er sein Tierheim nur von Spenden finanziert, bittet er um selbige. Auch ganz kleine Beträge helfen ihm. 

Titelfoto: YouTube/Screenshot/Takis Shelter

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