Hund reißt für Monate aus: Plötzlich lebt er mit Kojoten zusammen

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Colorado Springs (Colorado, USA) - Sie hatten ihn erst seit drei Tagen, als er Ende Mai 2025 davonlief. Doch die Sorge von Chad Woodruff und seiner Frau Carrie aus Colorado Springs in Colorado war riesengroß. Kaum war ihr neuer Hund Ruger weg, suchten sie verzweifelt nach ihm - auch mit zahlreichen Postings in den sozialen Medien. Der Rüde war danach gar nicht komplett verschwunden. Denn er wurde immer wieder in der Gegend gesichtet. Doch im Winter wurde es seltsam: Das ehemalige Haustier schien mit Kojoten zusammenzuleben.

Ruger wollte im vergangenen Jahr sein eigenes Ding durchziehen.
Ruger wollte im vergangenen Jahr sein eigenes Ding durchziehen.  © Facebook/Screenshots/Humane Society of the Pikes Peak Region

Die wilden Tiere und der Vierbeiner wurden mehrfach auf einem Golfplatz gesichtet. Offenbar lebte Ruger nicht nur zeitweise mit ihnen zusammen, sondern hatte sich auch eine ihrer Höhlen zu eigen gemacht, um den kalten Winter zu überstehen.

Das Hauptproblem: Wann immer jemand versuchte, Ruger einzufangen, nahm er Reißaus. Es war einfach nicht möglich, ihn wieder nach Hause zu holen.

Seine Besitzerin nahm die Wendung mit den Kojoten überraschend gelassen: "Ich war überhaupt nicht entsetzt - im Gegenteil. Ich war froh zu wissen, dass das Rudel ihn so weit akzeptiert hatte, dass er dort in Sicherheit war", erzählte Carrie Woodruff jetzt in einem Interview mit The Dodo.

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Rugers Abenteuer dauerte fast ein Jahr. Dann wurde er Mitte Mai 2026 jedoch etwas unaufmerksam, als ihn Tierfahnder der "Humane Society of the Pikes Peak Region" entdeckten.

Humane Society of the Pikes Peak Region berichtet auf Facebook von der ungewöhnlichen Geschichte

Ungewöhnliche "Freundschaft": Ruger lebte zeitweise mit Kojoten zusammen, überlebte vermutlich nur so den eiskalten Winter.
Ungewöhnliche "Freundschaft": Ruger lebte zeitweise mit Kojoten zusammen, überlebte vermutlich nur so den eiskalten Winter.  © Facebook/Screenshots/Humane Society of the Pikes Peak Region
Carrie Woodruff ist heilfroh, Ruger endlich wieder in die Arme schließen zu können. Auch der Hund scheint nicht abgeneigt zu sein, wieder in ruhigere Gewässer zu wechseln.
Carrie Woodruff ist heilfroh, Ruger endlich wieder in die Arme schließen zu können. Auch der Hund scheint nicht abgeneigt zu sein, wieder in ruhigere Gewässer zu wechseln.  © Facebook/Screenshots/Humane Society of the Pikes Peak Region

Was Anwohnern und freiwilligen Helfern nicht gelungen war, setzten die Profis schließlich erfolgreich um: Sie schnappten sich den "Dauer-Ausreißer".

"Sein Fell war zwar etwas verschmutzt. Aber wenn man bedenkt, wie lange er auf eigene Faust unterwegs war, bin ich überrascht, wie sauber er eigentlich noch war", erzählte Officer Roe von der Humane Society of the Pikes Peak Region im Gespräch mit The Dodo. Er habe bei dem Hund auch keine Verletzungen feststellen können.

Und somit stand einer raschen Wiedervereinigung mit seinen Besitzern nichts mehr im Wege. Aber wollte Ruger überhaupt zurück in die Welt der Menschen?

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"Als wir ihn wieder mit seiner Besitzerin zusammengeführt hatten, hätte man kaum glauben können, dass es derselbe Hund war", sagte Officer Roe. "Er ließ sich von jedem im Raum streicheln und lehnte sich voller Zuneigung an seine Besitzerin", fügte er hinzu.

Ähnliches berichtete auch Rugers Frauchen, Carrie Woodruff. Demnach habe sich der Rüde zu ihrer Überraschung sofort wieder an sein altes Leben gewöhnt - als sei nie etwas passiert.

Titelfoto: Facebook/Screenshots/Humane Society of the Pikes Peak Region

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