Chester Moor (England) - Als sie Lola wiedersehen wollte, ging Krissy Raine von einem Missverständnis aus. Der Tierschutzbeauftragten der britischen RSPCA wurde eine wunderschöne Akita-Hündin mit prächtigem Fell gebracht. Raine hatte einige Wochen zuvor an der Rettung einer - ihrer Meinung nach - anderen Hündin mitgeholfen, die sich in einem katastrophalen Zustand befunden hatte. Als sie nun hörte, dass es sich um dieselbe Fellnase handelte, traute sie ihren Augen nicht.
Mitte Dezember veröffentlichte die RSPCA (England & Wales) Vorher-Nachher-Fotos von der armen Lola. Sie war zu Beginn abgemagert, ihr Fell sehr dünn. Der Kopf des Tiers sah besonders schlimm aus - kaum Haare, dafür total verkrustet.
"Sie sah überhaupt nicht wie ein Hund aus - so etwas hatte ich noch nie gesehen", gestand Raine laut The Dodo. Die extrem vernachlässigte Lola war seinerzeit von der RSPCA von einem Grundstück gerettet worden.
Das arme Geschöpf kam dann zur RSPCA in Chester Moor, wo sich die Tierärzte sofort intensiv um sie kümmerten. Raine glaubte zu diesem Zeitpunkt, dass der Vierbeiner es nicht schaffen würde.
"Ich konnte wirklich nicht erkennen, welche Rasse sie war, so viele Krusten bedeckten ihr Gesicht. Es war fast so aus, als hätte sie ihren Kopf in Beton getaucht", schilderte die Tierschützerin ihre ersten dramatischen Eindrücke.
Die Tierärzte behandelten die Hündin medikamentös und mit zahlreichen Bädern. Das führte zu einem erstaunlichen Erfolg.
Geschichte der Hündin auch auf Instagram zu sehen
Als sich Raine einige Wochen später nach den Fortschritten erkundigte, konnte sie es nicht glauben: "Ich hatte keine Ahnung, dass sie es war. Sie war völlig verändert! Ich war zu Tränen gerührt, sie so normal und glücklich zu sehen."
Doch nicht nur das Fell kam zurück, sondern auch Lolas Lebensfreude.
"Früher hatte sie einen leeren Blick und Angst im Gesicht, aber jetzt wirkte sie glücklich, und ihr Charakter kam zum Vorschein", sagte die Tierschützerin.
Inzwischen konnte Lola an eine Familie vermittelt werden. Dort lebt sie heute endlich das glückliche Hundeleben, das ihr das RSPCA-Team von Anfang an gewünscht hätte.