Hund sitzt 873 Tage im Tierheim fest: Was seine Pfleger dann sagen, lässt Herzen brechen

Lexington (Kentucky) - Sie kamen und sie gingen - oft innerhalb weniger Wochen. Während Hündin Minnie ihren Artgenossen dabei zusah, wie sie nach einem kurzen Aufenthalt im Tierheim der "Lexington Humane Society" im US-Staat Kentucky wieder in Familien untergebracht wurden, ging sie leer aus. Mehr als zwei Jahre harrte die Fellnase aus. Dann meldete sich das Tierheim auf Facebook. Was die User dort zu hören bekamen, ließ so manches Herz brechen.

Die dreijährige Minnie sitzt schon mehr als zwei Jahre im Tierheim fest.
Die dreijährige Minnie sitzt schon mehr als zwei Jahre im Tierheim fest.  © Facebook/Screenshot/Lexington Humane Society

"873 Tage... Minnie hat über zwei Jahre, insgesamt 873 Tage, darauf gewartet, dass jemand auf sie aufmerksam wird. Unsere Mitarbeiter und Freiwilligen sind auf sie aufmerksam geworden, und sie wird sehr geliebt. Aber bis jetzt hat NIEMAND darum gebeten, sie zu adoptieren, sie zu pflegen, sie zu besuchen oder auch nur, sie zu sehen", schrieb das Team vergangene Woche im Facebook-Posting.

Zumindest diesmal nahmen die Menschen Notiz von Minnie. Mehr als 1200 Likes vergaben sie, Dutzende schrieben einen Kommentar. Neben gebrochenen Herzchen-Emojis zeigten einige sogar Interesse an einem Kennenlernen mit der Hündin.

Doch offenbar ebbte diese Aufmerksamkeit ganz schnell wieder ab. Newsweek sprach daraufhin mit Meghan Hawkins, der Leiterin der Kommunikationsabteilung des Tierheims.

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Leider konnte auch sie kein Happy End für Minnie verkünden.

Herzzerreißender Facebook-Post geht vielen unter die Haut

Minnie wartet noch immer auf ein Happy End.
Minnie wartet noch immer auf ein Happy End.  © Facebook/Screenshot/Lexington Humane Society

"Minnies Situation ist selten. Minnie wäre am besten als einziges Tier in einem Haushalt aufgehoben, und wir wissen, dass es dadurch für jemanden schwieriger wird, sie zu adoptieren", erklärte Hawkins dem US-Magazin. Sie ergänzte, dass die Hunde in ihrem Tierheim normalerweise nicht länger als vier Wochen bleiben würden.

Trotzdem kann Hawkins der ganzen Geschichte auch etwas Gutes abgewinnen: "LHS hat das große Glück, Tiere aufnehmen zu können, bis sie ihr endgültiges Zuhause gefunden haben. Und wir sind privilegiert, dass wir so viele Programme und Ressourcen haben, um Hunde wie Minnie glücklich und gesund zu halten, während sie auf ihre neuen Familien warten."

Sie sei sich sicher, dass es irgendwo die perfekte Familie für die Fellnase gebe. Bis dahin wolle niemand aufgeben.

Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Screenshots/Lexington Humane Society

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