Hundebesitzer aufgepasst: So werdet Ihr nicht zum "Todesboten" bei jungen Vögeln

München - Jungvögel können aufgrund von Hundehaaren sterben: Das belegt eine Studie aus den Niederlanden, die eigentlich etwas ganz anderes untersuchen wollte.

Eine Studie aus den Niederlanden belegt: Jungvögel können aufgrund von Hundehaaren sterben. (Symbolbild)
Eine Studie aus den Niederlanden belegt: Jungvögel können aufgrund von Hundehaaren sterben. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Aufzeigen wollten die Forscher laut "aktion tier - menschen für tiere e.V.", einer der deutschlandweit mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen, "wie bedrohlich Pestizide gegen die Buchsbaummotte, besser bekannt als der Zünsler, für junge Vögel sind". Entsprechend groß war das Erstaunen, als eine andere Ursache für das Sterben ans Licht kam.

So stellte sich heraus, dass zwischen dem Fell von Haustieren, die gegen Ektoparasiten behandelt wurden, und der Sterblichkeit von Nestlingen ein folgenreicher Zusammenhang für die Vögel besteht.

Bei der pathologischen Untersuchung der toten Nestlinge "wiesen die Forscher weniger Mittel gegen den Zünsler als vielmehr Wirkstoffe nach, die bei Haustieren angewendet werden, um sie vor Zecken und Flöhen zu schützen", wird Dr. Tina Hölscher, die als Tierärztin tätig ist, zitiert.

Die Frage, wie eben jene gefährlichen Stoffe letztlich in den jeweiligen Vogel gelangen konnten, rückte in der Folge in den Fokus der Nachforschungen. Die Wissenschaftler fanden im Zuge der angestellten Untersuchungen heraus, dass das Nistmaterial, welches von den Tieren genutzt worden war, zum Teil aus ausgebürsteten Hundehaaren, die nachweisbar mit Ektoparasitika belastet waren, bestand. Es handelt sich um ein großes Problem.

Aufgrund der Tatsache, dass die Nestlinge noch ungefiedert sind, konnte der Stoff in den Organismus der kleinen und gänzlich wehrlosen Vögel eindringen und in diesem erheblichen Schaden anrichten, der schließlich zum Tod der Tiere führte.

Hundebesitzer in der Pflicht

"Tierhalter, die ihre Hunde im Freien auf Parkbänken bürsten und die ihre Tiere, wie es ja auch im Prinzip absolut empfehlenswert ist, mit diversen Präparaten gegen Flöhe und Zecken schützen, sollten die Fellreste unbedingt einsammeln und so entsorgen, dass Wildtiere sie nicht als Material zum Nestbau verwenden können", lautet deshalb die Bitte Hölschers.

Denn auf diese einfach und effektive Weise können laut der Tierärztin etwaige Hundebesitzer zum so wichtigen Schutz der heimischen Wildtiere beitragen - und werden nicht unwissentlich zu einem "Todesboten der Jungvögel".

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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