Hunde, Katzen und Kaninchen: 49 Tiere aus Horror-Haushalt gerettet, Zustände lassen Atem stocken

Ludwigshafen - Die Entdeckung, die das Veterinäramt des Rhein-Pfalz-Kreises gemacht hat, ist für alle Tierfreunde nur schwer zu ertragen. Mitte des vergangenen Monats wurden 49 Tiere (!) aus dramatischen Verhältnissen gerettet.

Was die Hunde, Katzen und Kaninchen in einem Haus in Ludwigshafen durchmachen mussten, lässt einem den Atem stocken.  © Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis/dpa

Wie die Kreisverwaltung in Ludwigshafen zu dem erschreckenden Fall in Rheinland-Pfalz schilderte, wurden in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Ordnungsamt und der Tierrettung insgesamt 26 Hunde, 17 Katzen und sechs Kaninchen befreit.

Die Tiere befanden sich zu diesem Zeitpunkt in privater Haltung. Die Zustände vor Ort waren den Angaben zufolge verheerend. Tätig wurden die Behörden, nachdem zuvor eine anonyme Anzeige bei den zuständigen Stellen eingegangen war.

Grundlage dieser war der Verdacht auf illegalen Handel mit missgebildeten Chihuahua-Welpen.

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Diesem sollte im Rahmen einer Kontrolle auf den Grund gegangen werden, bei welcher der Halter zunächst den Zutritt zum Grundstück verweigerte.

Die schwerwiegenden Vorwürfe wies der Mann demnach von sich. Er zeigte schlussendlich Hunde vor, bei denen ein starker Befall mit Flöhen, kahle Stellen und ungepflegte Krallen auffielen. Eine Behandlung ließ er trotz Aufforderung nicht durchführen, weshalb das Veterinäramt laut der Kreisverwaltung einen Durchsuchungsbeschluss erwirkte.

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Glück im Unglück: Die Tiere konnten wohl gerade noch rechtzeitig aus dem Horror-Haushalt befreit werden. (Symbolbild)  © Uli Deck/dpa

Tiere nach anonymem Hinweis in Ludwigshafen gerettet: Verhältnisse in Haus des Halters verheerend

Bei der Durchsetzung wurden die mitunter massiv abgemagerten und verängstigten Tiere in einer stark vermüllten Wohnung vorgefunden. Den Kräften bot sich ein trauriges Bild, der Boden war den Angaben zufolge großflächig mit Kot sowie anderem Schmutz bedeckt, teils kaum zu sehen. Überall in den Räumen stapelte sich der Müll. Einige Welpen waren nur wenige Tage alt.

Ein Vierbeiner wies eine Kopfverletzung auf, die Katzen litten an Katzenschnupfen, zwei der Samtpfoten waren trächtig. Auch die Kaninchen befanden sich jeweils in einem alarmierenden Zustanden. Die Tiere wurden entfernt und auf Tierheime verteilt.

Laut Veterinäramt haben sich einige bereits erholt, manche gar Interessenten für ein glückliches Für-immer-Zuhause. Dem Halter droht ein Nachspiel, es wird wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

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