Frankfurt am Main - Es ist ein Grund, den viele Tierheime nicht mehr hören können: Aus Zeitmangel wurde die junge Hündin Amy im Frankfurter Tierasyl abgegeben und steht nun wieder ganz am Anfang.
Bitter: In Amys bisherigem Alltag blieb offenbar nicht einmal Raum für Erziehung. Grundkommandos? Fehlanzeige.
Auch das Laufen an der Leine muss Amy erst noch lernen. Was zunächst nach viel Arbeit klingt, sehen die Tierpfleger jedoch gelassen.
Als gerade einmal einjähriger Vierbeiner bringt Amy beste Voraussetzungen mit, um alles schnell nachzuholen - vorausgesetzt, jemand nimmt sich endlich die Zeit, die ihr bislang nicht gewidmet wurde.
Größer ist eine andere Baustelle: Amy ist sehr ängstlich. Neue Situationen und fremde Menschen verunsichern sie schnell.
Deshalb sucht das Tierheim gezielt nach erfahrenen Hundehaltern, idealerweise mit Kenntnissen im Umgang mit Angsthunden.
Geduld, Ruhe und ein gutes Gespür sind gefragt, damit Amy Vertrauen fassen kann.
Junghündin Amy ist ein echter Rohdiamant
In ihr steckt zudem möglicherweise ein Jagdhund: Ein Anteil von Redbone Coonhound ist nicht ausgeschlossen.
Wie stark diese Veranlagung ausgeprägt ist, lässt sich derzeit nicht sicher sagen. Auch das sollten Interessenten im Hinterkopf behalten.
Gegenüber ihren Artgenossen zeigt sich Amy dagegen unkompliziert und freundlich. Ein souveräner Ersthund könnte ihr sogar helfen, sich schneller einzugewöhnen.
Auch mit Katzen soll sie zurechtkommen. Kinder im Haushalt sollten allerdings mindestens zehn Jahre alt sein und Verständnis für Amys Unsicherheit mitbringen.
Hat sie erst einmal Vertrauen gefasst, zeigt Amy eine ganz andere Seite: Sie genießt Zuwendung, sucht Nähe und liebt es, zu spielen und mit anderen Hunden zu toben.
Ihren Zwinger hält sie sauber, was als gutes Zeichen für ihre Lernfähigkeit gilt. Ob sie alleine bleiben kann oder Autofahrten kennt, ist bislang unklar.
Amy sucht ein liebevolles Für-immer-Zuhause
Amy braucht jetzt Menschen, die zuverlässig sind, sie Schritt für Schritt begleiten und ihr zeigen, dass die Welt kein bedrohlicher Ort sein muss. Wer ihr diese Chance gibt, bekommt am Ende ganz sicher eine treue Alltagsbegleiterin.
Etwaige Interessenten, die der Fellnase eine zweite Chance schenken möchten, werden gebeten, sich mit dem Frankfurter Tierheim in Verbindung zu setzen. Möglich ist dies per E-Mail.