Kein Rückgrat, kein Herz! Wie viel Pech kann man eigentlich haben? Herkules kennt traurige Antwort

Kassel - Wie kann man nur so wenig Rückgrat und Herz haben? Herkules wurde von zwei Menschen, denen er vertraut hat, brutal enttäuscht. Der Kleine ist durch den Wind, kommt im Tierheim nicht zurecht. Es muss sich etwas ändern!

Herkules sucht ein neues Zuhause.  © Montage: Tierheim "Wau-Mau-Insel" Kassel (2)

Laut den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der "Wau-Mau-Insel" in Kassel wurde der Mischling als Fundhund zu ihnen gebracht. Zuvor soll er dem "Finder" zufolge in Kassel entdeckt worden sein.

Es habe sich im Nachhinein jedoch herausgestellt, dass es sich bei dem Mann um den Besitzer (!) des völlig verunsicherten Vierbeiners gehandelt habe, der auch einige Lügengeschichten auf Lager hatte.

Kurzum: Er wollte seinen treuen Gefährten einfach nur ohne schlecht dazustehen loswerden. Traurig.

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Doch damit nicht genug! Herkules, der laut dem Tierheim eine "richtig arme Socke" sei, ist nicht nur gechippt, sondern auch bei TASSO gemeldet.

Weitere Nachforschungen zu dem circa vier Jahre alten und rund 14,4 Kilogramm schweren Rüden, der sich seit Mitte Oktober des vergangenen Jahres im Tierheim befindet, sorgten für noch mehr Fassungslosigkeit bei den Tierfreunden.

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Lügen seiner Menschen ziehen sich durch Vergangenheit von Herkules

Der Vierbeiner tut sich im Tierheim schwer ...  © Tierheim "Wau-Mau-Insel" Kassel

Die hinterlegte Halterin gab demnach an, ihn zwei Jahre zuvor weggegeben zu haben und selbst nicht mehr in Kassel zu leben. Was aus ihrem Hund geworden ist, war ihr somit offensichtlich egal.

Ursprünglich soll er laut dem früheren Frauchen wohl aus Rumänien stammen. "Von welchem Verein er komme, wusste sie auch nicht mehr", schildert das Tierheim, das mit einer gehörigen Portion bitterer Ironie von einer "plötzlichen Amnesie" ausgeht - einer eigentlichen "Politikerkrankheit".

Für Herkules spielen all die Lügen aktuell nicht wirklich eine Rolle, der Kleine hat ganz andere Probleme. Die Fellnase könne allgemein als eher unsicherer Zeitgenosse beschrieben werden.

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Bei der Ankunft im Tierheim sei er "völlig durch den Wind gewesen", mit dem Alltag in diesem komme er nicht gut klar.

Das führe zu Stresssituationen, in denen er zuschnappen könne. Er sei deshalb an einen Maulkorb gewöhnt worden. "Wenn er jemanden kennengelernt hat, zeigt sich Herkules sehr verschmust", heißt es zu seiner anderen Seite.

... und sehnt sich nach seinem Happy End.  © Tierheim "Wau-Mau-Insel" Kassel

Wer will Herkules ein Für-immer-Zuhause schenken?

Gesucht wird für den stubenreinen Vierbeiner, der Kuscheltiere über alles liebt und stundenweise alleine bleiben kann, ein Für-immer-Zuhause ohne Kinder. Hundeerfahrung, Zeit und Geduld sind Dinge, die seine neuen Menschen mitbringen sollten.

Wer Herkules das Happy End, das er endlich verdient hat, schenken will, kann sich montags bis freitags zwischen 10 und 12 Uhr sowie 16 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 05618615680 oder per E-Mail sowie Webformular melden.

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