Hamburg - Er hat die Hoffnung auf ein echtes Zuhause noch nicht aufgegeben: Schäferhund Harry sitzt seit mehr als einem Jahr in Hamburg im Tierheim. Wer schenkt dem Vierbeiner ein Happy End?
Wie der Hamburger Tierschutzverein auf seiner Website schreibt, kam der acht Jahre alte Rüde am 29. März des vergangenen Jahres als behördliche Sicherstellung ins Tierheim an der Süderstraße, da sich sein Halter nicht mehr um ihn kümmern konnte.
Sein Anfang dort war schwer: Harry reagierte stark auf Bewegungsreize und schon jedes Anleinen überforderte ihn. Es kam zu Attacken und aggressivem Verhalten - zukünftigen Haltern wird auch jetzt noch das Verwenden eines Maulkorbs dringend geraten.
Gleichzeitig ist der Schäferhund durch intensives Training in vielen Situationen mittlerweile deutlich entspannter. Er genießt Kuscheleinheiten und kleine Trainings mit seinen Bezugsmenschen und unternimmt gerne Ausflüge.
Rassetypisch ist Harry seinen Menschen gegenüber sehr loyal, braucht diese aber auch als Orientierung, um im Alltag mit vielen Umweltreizen klarzukommen. Fremden begegnet er noch immer mit Unsicherheit.
Schäferhund Harry braucht ein Zuhause mit viel Ruhe und Struktur
Das Leben im Tierheim stresst den Rüden enorm. Er reagiert darauf mit klassischem Drehen und Schwanzbeißen. Bei einem derartigen Anfall hat sich der Schäferhund leider selbst so ungünstig verletzt, dass seine Rute anschließend kupiert werden musste.
Ideal wäre für Harry ein Zuhause mit viel Ruhe, Struktur und souveränen Menschen, an denen er sich orientieren kann. Kinder, andere Hunde, Katzen oder andere Kleintiere sollte es in seinem neuen Heim nicht geben.
Bis der Kraftprotz sein Für-Immer-Zuhause findet, freut er sich laut seinen Pflegern auch über die Übernahme einer Patenschaft, mit der bei seiner Versorgung im Tierheim finanziell unterstützt werden kann.
Ihr wollt Harry eine Chance geben? Sein kompletter Steckbrief und eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem Tierheim sind unter hamburger-tierschutzverein.de zu finden.