Rijeka (Kroatien) - Dieser Fund macht sprachlos: Dutzende verwahrloste und tote Hunde sind im Westen Kroatiens in einer verborgenen Tierhölle entdeckt worden. Unbemerkt hatte sich das Grauen über Jahre hinweg gehalten, kam erst durch einen schweren Autounfall Anfang Mai zum Vorschein.
Nach dem tödlichen Crash eines 64-Jährigen ging bei Tierschützern aus Rijeka nämlich ein Hinweis ein, wonach sich auf seinem Grundstück in der Gebirgsregion Učka insgesamt 27 Hunde in Not befinden sollen.
Beim Betreten des abgelegenen und von Grün umgebenen Areals zeigte sich jedoch ein weitaus grausameres Bild als zunächst angenommen: Unter erschütternden Umständen fanden die Helfer hinter verdunkelten Fenstern und in engen Räumen 47 stark abgemagerte sowie 32 tote Vierbeiner, deren Kadaver in einer Gefriertruhe und auf dem Boden lagen.
"Das Grauen dort lässt sich kaum in Worte fassen", schrieb der Tierschutzverein in einem Facebook-Beitrag über die Zustände auf dem Grundstück.
Die Retter veröffentlichten außerdem Bilder der verhungerten und verwahrlosten Tiere, was eine große Welle an Hilfsbereitschaft auslöste, denn laut der Nachrichtenplattform "Dnevnik.hr" seien infolge des Posts vom Dienstag zahlreiche Menschen zum Tierheim in Rijeka gekommen, um zu helfen.
Sie hätten demnach Futter, Decken und Desinfektionsmittel gebracht. Außerdem hätten einige angeboten, Hunde vorübergehend aufzunehmen.
Frau muss wegen Tierquälerei vor Gericht
Die Polizei geht davon aus, dass der verstorbene Kroate gemeinsam mit seiner zwölf Jahre älteren Lebensgefährtin (74) in den vergangenen zehn Jahren rund 80 Hunde und Katzen ohne ausreichende Pflege, Ernährung und medizinische Versorgung hielt.
Gegen die Frau wurde ein Verfahren wegen Tierquälerei eingeleitet, entsprechend wird sie sich vor Gericht verantworten müssen.