Katze aus den Trümmern der tödlichen Erdbeben in Venezuela gerettet: "Lichtblick"
Caraballeda (Venezuela) – Am Samstag wurde eine entkräftete Katze aus den Trümmern eines eingestürzten Wohnkomplexes in Venezuela geborgen - ein Helfer des Rettungsteams bezeichnete diesen Fund als "Lichtblick".
Am 24. Juni erschütterten mehrere Erdbeben den südamerikanischen Küstenstaat La Guaira. Infolge der Naturkatastrophe starben rund 5100 Menschen.
Der freiwillige Rettungshelfer Andrés Carvajal (21) erklärte, er habe den Vierbeiner während einer Suchaktion in den Trümmern eines Wohnkomplexes entdeckt.
"Wir sahen die Katze. Als sie uns bemerkte, erschrak sie und kroch immer tiefer in das eingestürzte Gebäude", erzählte Carvajal der AFP. Bislang sei unklar, wie lang die Samtpfote in den Trümmern feststeckte.
"Ich begab mich hinein, zog meinen Handschuh aus und legte etwas Katzenfutter in meine Hand … sie kam immer näher und fraß schließlich etwas", sagte der 21-jährige Student. "Ich ging hinein, zog meinen Handschuh aus, legte etwas Katzenfutter an meinen Arm … Sie kam nach und nach näher und fraß natürlich etwas verzweifelt."
Während des Einsatzes trug Carvajal den Schriftzug "el gato" ("die Katze") auf seinem Helm – eine Anspielung auf seinen alten Spitznamen aus der Grundschule.
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Andrés Carvajal unterstützt Rettungseinsätze mit Studentenvereinigung
Gemeinsam mit zahlreichen anderen Studierenden der Zentraluniversität von Venezuela (Caracas) rief der 21-Jährige eine Vereinigung ins Leben, um die Rettungseinsätze in La Guaira zu unterstützen.
Nachdem Carvajal die Fellnase aus den Trümmern gerettet hatte, übergab er sie den Tierärzten vor Ort. Dort erhielt der Vierbeiner reichlich Flüssigkeit und eine gründliche Katzenwäsche. Anschließend wurde die Katze in ein Tierheim gebracht.
"Ich bin sehr froh, dass wir sie gefunden haben", sagte Carvajal.
"Es ist unmöglich, kein Mitgefühl für irgendein Lebewesen hier zu empfinden. Und diese kleine Katze zu finden, ist offensichtlich ein Lichtblick."
Titelfoto: Juan BARRETO / AFP
