Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) - Den Behörden in Vietnam ist ein wichtiger Schlag gegen ein großes Katzenfleisch-Netzwerk gelungen! In Ho-Chi-Minh-Stadt wurden mehr als 400 gestohlene Katzen befreit. Dutzende weitere konnten hingegen nur noch tot sichergestellt werden.
Wie die Tierschutzorganisation "Humane World for Animals" am Dienstag auf ihrer vietnamesischen Facebook-Seite mitteilte, erfolgte der Zugriff der Polizei von Ho-Chi-Minh-Stadt in der vergangenen Woche.
Man freue sich über "diese entschlossene Aktion der Regierung". Demnach wurden bei dem Einsatz in der Hauptstadt insgesamt Verdächtige festgenommen.
Laut Vietnam Net Global berichteten die Behörden bereits vergangenen Donnerstag von ihrem Erfolg. Es wurde eine "groß angelegte, provinzübergreifende Gruppierung zerschlagen, die sich auf das Fangen, Stehlen und Sammeln von Katzen spezialisiert hatte", erklärten die Beamten der Kriminalpolizei.
Während der ersten Verhöre sollen einige der Verdächtigen gestanden haben, die Katzenjagd während der vergangenen drei Jahre organisiert zu haben. Die Schnurrhaare wurden an Lagerorten gehalten, ehe sie aller paar Tage für nur rund 70.000 Vietnamesische Dong (rund 2,29 Euro) pro Kilo verkauft wurden!
40 gerettete Katzen konnten an ihre Besitzer übergeben werden
An einem Lagerort in der "Tay Ninh"-Provinz wurden etwa 400 lebendige Katzen in grade einmal 45 Käfigen vorgefunden. Die Beamten fanden außerdem 80 tote und in Kühlboxen gelagerte Katzen vor.
Laut "Humane World for Animals Viet Nam" konnten immerhin mindestens 40 Tiere mittlerweile wieder an ihre Besitzer übergeben werden.
Insgesamt wurden bei der Polizeioperation gegen das Katzenfleisch-Netzwerk inzwischen mehr als 500 Tiere gerettet.
Das Problem bleibt dennoch bestehen, auch, weil der Konsum von Hunde- und Katzenfleisch in dem asiatischen Land prinzipiell legal ist; derartige Gerichte auf den Speisekarten vieler Restaurants zu finden sind. Anbieter müssen allerdings eigentlich Herkunftsnachweise für das Fleisch vorlegen.