Little Canada (Minnesota, USA) - Sie sah ganz normal aus, als sie und ihre Schwester hinter einem Müllcontainer gefunden wurden. Zwar bluteten die Ohren der beiden Katzen, zudem waren sie erkältet. Ansonsten waren die Jungtiere aber unauffällig. Doch während sich Katze Cheeto bei "The Bitty Kitty Brigade" in Little Canada, Minnesota, schnell erholte, wunderten sich ihre Retter zunehmend mehr über ihre Schwester Dorito.
Mitte Februar sorgten Fotos auf der Instagram-Seite der Tierrettungsstelle für Aufsehen. Der unübersehbare Grund: Doritos Augen sehen aus, als wären sie große Murmeln.
Seitdem wittert manch ein User Betrug und glaubt, dass es sich um KI-generierte Fake-Bilder handelt. Mandy Dwyer, die Leiterin der Bitty Kitty Brigade, stellte sich dieser Kritik jetzt in einem Interview mit The Dodo.
"Ihre Augen waren bei ihrer Ankunft nicht vergrößert", erklärte die Frau dem Tiermagazin. Sie seien erst einige Tage später angeschwollen, so Dwyer.
Den Grund dafür konnte ein Tierarzt zum Glück schnell herausfinden. Denn es musste sofort gehandelt werden.
Fotos der Katze zeigen ihre enorm großen Augen
Es stellte sich heraus, dass Doritos übergroße Augen das Ergebnis einer infektiösen Peritonitis bei Katzen (FIP) sind. Hierbei handelt es sich um eine gefährliche Krankheit, die Entzündungen verursacht. Die Augen schwellen dabei aber nur in etwa einem Viertel der Fälle an - allerdings nur selten so extrem wie bei Dorito.
"Die Behandlung von FIP gibt es erst seit etwa acht Jahren", erklärte Dwyer gegenüber The Dodo. "Sie wurde in den USA erst 2024 legalisiert", fügte sie hinzu. Unbehandelt verläuft FIP sogar fast immer tödlich.
Doch die Therapie schlug bei der erst fünf Monate alten Samtpfote an. "Der Augendruck ist wieder normal", sagte Dwyer. "Sie bekommt rezeptfreie Augentropfen, um ihre Augen feucht zu halten, da sie ihre Lider nicht ganz schließen kann."
Ob Doritos Augen irgendwann wieder ihre Normalgröße erreichen, ist derzeit leider ungewiss. Dass ihr Sehvermögen für immer stark eingeschränkt bleiben wird, gilt hingegen als sicher.
Ein Happy End gibt es trotzdem für die tapfere Fellnase: Ihre Pflegemutter hat sich so sehr in sie und ihre Schwester verliebt, dass sie die beiden Tiere inzwischen für immer aufgenommen hat.