Köln - Manch ein Einsatz bringt selbst den erfahrensten Tierretter an seine Grenzen. Einer davon hat sich in der vergangenen Woche in Köln ereignet, als zwei Katzen aus einer völlig vermüllten Messie-Wohnung geholt werden mussten.
"Letzte Woche erhielten wir einen Anruf einer Gerichtsvollzieherin: In einer Wohnung, die geräumt werden sollte, befanden sich noch zwei Katzen - sehr schreckhaft und sehr ängstlich", berichtet das "Team für Tiere Köln" in einem Post Instagram.
Vor Ort angekommen erwartete die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter demnach ein Bild des Grauens: Neben diversem Müll, kaputten Möbeln und Ungeziefer fanden sie auch Utensilien, die offenbar für den Konsum von Drogen genutzt wurden. Daher habe man "besonders vorsichtig" agieren müssen, um nicht selbst gefährdet zu werden, heißt es in dem Post.
Allen widrigen Umständen zum Trotz gelang es den Tierrettern aber relativ schnell, die beiden Katzen-Damen sicher aus ihrer prekären Lage zu holen.
Weil in den beiden Kölner Tierheimen aktuell aber ein Aufnahmestopp für Miezen herrscht, stellte sich die Frage: wohin mit den Schmusetigern? Doch auch dafür fand das Team schnell eine Lösung. Die beiden Katzen wurden zu einer "liebevollen Pflegestelle gebracht, wo sie sich hoffentlich von ihrer Tortur erholen können", berichten die Tierretter.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom "Team für Tiere Köln" müssen Einsatz noch verdauen
Obwohl am Ende alles gut gegangen ist, brauchten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Anschluss an den Einsatz eine ganze Weile, um das Gesehene zu verarbeiten.
"Gerade Messie-Wohnungen und Drogenproblematiken im Zusammenhang mit Tieren hinterlassen einen schweren Stein im Magen", erklären sie bei Instagram, betonen allerdings auch: "Hinter solchen Situationen stecken Schicksale. Wir kennen keine Hintergründe, keine Geschichten - nur den Moment, in dem Hilfe gebraucht wird."